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Amazon Go – Einkaufen ohne zu bezahlen?

27.02.2018

Einkaufen ohne zu bezahlen? Für uns undenkbar, doch Amazon hat es jetzt möglich gemacht. Am 22. Januar diesen Jahres eröffnete der Internetversandhandel einen Laden mit ganz neuem Konzept. Doch wie funktioniert solch ein Geschäft überhaupt?

Automatische Abrechnung 

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Der in Seattle von Amazon eröffnete Laden benötigt keine Kassierer und es gibt auch keine Schlangen. Kunden brauchen für dieses neue Einkaufserlebnis nur ein Amazon-Konto und die Amazon Go App auf ihrem Smartphone. Beim Betreten des Ladens müssen die Kunden mit einem QR-Code auf ihrem Smartphone einchecken und können dann direkt ihren Einkauf starten.

Im ganzen Laden gibt es (fast wie in herkömmlichen Läden auch) Kameras. Diese erfassen bei Amazon-Go aber nicht die Gesichter der Kunden. Die Gesichtserkennung ist hierbei komplett irrelevant. Die Kameras nehmen die Kunden als 3D-Objekte wahr. Mit Hilfe von Sensoren und Waagen in den Regalen kann genau erfasst werden, was jeder Kunde kauft. Alle Einkäufe werden in einen digitalen Warenkorb gelegt und beim Verlassen des Ladens, über das Amazon-Konto bezahlt. Diesen Account können Kunden wiederum mit einer Kreditkarte verknüpfen.

Probleme und Expansion

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Natürlich gibt es immer noch kleinere Mängel bei diesem neuen Konzept. Eine Kundin klaute ohne es zu beabsichtigen einen Joghurtbecher, welcher weder von den Regalen als fehlend, noch von den Kameras erfasst werden konnte. Als sie sich darauf an Amazon wandte und das Unternehmen über das Problem aufklärte, bekam sie als Antwort, dass solche Fehler im System passieren können und als Schwund abgerechnet werden. Bezahlen musste die Kundin den Joghurtbecher nachträglich nicht.

Die Expansion des Togo-Konzepts auf die von Amazon gekaufte Ladenkette Whole Foods soll aber nicht in nächster Zukunft passieren. Diese Läden behalten weiterhin die traditionelle Art des Zahlens an der Kasse. Die Kritik, dass durch diese neue Technik Arbeitsplätze verloren gehen, weist Amazon klar zurück. Denn es ist das genaue Gegenteil, so das Unternehmen. Der Amazon Store braucht nämlich mehr Angestellte als ein normaler Einkaufsladen. Auch wenn es keine Kassierer gibt, so müssen weiterhin die Regale aufgefüllt werden und zudem müssen Lebensmittel immer wieder frisch zubereitet werden, denn in dem neuen Amazon-Laden wird auf Fertigessen aus Plastikpackungen verzichtet. Außerdem muss ein Geschäft, das komplett über diese neue Art der Technologie verfügt, auch ständig gewartet und verbessert werden. Amazon Go hat somit mehr Arbeitsplätze geschaffen als ein herkömmlicher Einkaufsmarkt es hätte tun können.

Vorgestellt wurde das neue Einkaufskonzept erstmals im Dezember 2016 und sollte eigentlich schon 2017 in Betrieb genommen werden. Allerdings gab es selbst im November 2017 noch technische Fehler im System. Die Technik kam nicht damit klar, welches Amazon-Konto zu wem gehört, wenn größere Gruppen einkaufen gingen. Dieser Fehler konnte aber behoben werden. Amazon Go ist ein progressiver Laden, der immer noch kleinere Macken hat, aber die auch mit der Zeit verschwinden sollen. Im Zuge der Digitalisierung ist es auch für den Einzelhandel wichtig auf dem neuesten Stand zu sein und mit der Zeit zu gehen. In einer Stadt wie Seattle hat der Laden somit das perfekte Standbein und trifft dort auch auf die richtige Zielgruppe. Ob Amazon dieses Konzept auch in anderen Städten testen will, steht noch nicht fest.

Bildquellen:

Amazon-Logo: Amazon
Smartphone in Händen: Creativecommonsstockphotos | Dreamstime Stock Photos
Whole Foods-Logo: wholefoodsmarket.com

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