Amazon testet Handscanner

11.10.2020
Amazon testet Handscanner

Sind Apple Pay und Google Pay schon bald von gestern? Der Internetriese Amazon hat sich ein Verfahren zur Zahlung per Handscan patentieren lassen. +++ UPDATE (10/2020): Amazon testet Handscanner +++

+++ UPDATE (10/2020): Die Hand als Kreditkarte dank Amazon One +++

Amazon lässt Kunden testweise in zwei eigenen Geschäften in Seattle per kontaktlosem Handscan bezahlen. Somit bezahlen Sie dennoch per Kreditkarte, ohne diese dabei haben zu müssen. Amazon One soll neben dem Bezahlen auch für Folgendes nutzbar sein:

  • als Kundenkarte
  • als Ticket für Veranstaltungen
  • als Schlüssel, zum Beispiel bei der Arbeit

Entsprechend möchte Amazon die Handscanner zukünftig auch anderen Händlern zur Verfügung stellen. Das US-Unternehmen erklärt die neue Lösung in rund einer Minute:

Um per Amazon One bezahlen zu können, werden Kreditkartendaten mit dem biometrischen Profil der Hand verknüpft. Der US-Konzern hat sich wohl bewusst gegen einen Scan des Gesichts entschieden.

+++ Update-Ende +++

Hand- statt Fingerabdruck

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Das Bezahlen der Zukunft soll deutlich einfacher werden. Denn Bezahldienste wie Google Pay oder Apple Pay gehören vielleicht schon bald der Vergangenheit an - zumindest, wenn es nach Amazon geht. Der Großhändler testet in den USA schon seit Längerem neue Bezahlsystem in den eigenen Amazon Go-Filialen. Doch mit einem neuen Patent treibt Amazon die Welt des Bezahlens auf die Spitze.

Amazon mit Patentantrag für Hand-Scanner

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Der Online-Händler hat einen Patentantrag dazu eingereicht. Statt Fingerabdruck oder Iris-Scan, sollen Kunden mit der Hand bezahlen. Konkret braucht es für die Zahlung nicht mal einen Händedruck oder einen Griff an einen Scanner zur Bezahlung. Vielmehr genügt ein Scan auf kurze Distanz. 

Berührung zum Zahlen wohl nicht notwendig

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Laut Patentantrag ist zum Bezahlen nicht einmal eine Berührung notwendig. Das heißt, dass man einfach aus dem Laden laufen kann und die Zahlung wäre bereits erledigt. Der Scanner erkennt und analysiert also die Hand – zum einen auf äußere Merkmale wie Falten oder die Haut und zum anderen auf innere Merkmale wie Knochen oder Adern. Danach könnten Scanner immer erkennen, um welche Hand genau es sich handelt und entsprechend direkt die Zahlung abwickeln. Die Hand muss nur in die Nähe eines Scanners gehalten werden und schon kann eine Zahlung ganz ohne Berührung abgewickelt werden.

Amazon bietet schon aktuell innovatives Bezahlen an

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In den Amazon Go-Filialen, die es bislang nur in den USA gibt, ist das Bezahlen bereits weit weg von dem, was viele kennen. Bezahlt wird dort nicht etwa mit kostenlosen Kreditkarten wie der Deutschland-Kreditkarte Classic, sondern vielmehr mit einer Handy-App, mit der man Einkäufe einfach kurz scannt. Die jeweilige Zahlung wird dann automatisch vom Amazon-Guthaben abgebucht.

Eine direkte Zahlung im Ladengeschäft ist damit schon heute nicht möglich. Doch das geht Amazon scheinbar nicht schnell und einfach genug. Man kann gespannt sein, ob die Innovation des Bezahlens per Handscan wirklich kommt.

Bildquellen:

Handabdruck: pixabay.com | stux
Amazon-Logo: Amazon
Hand aus Sand: pixabay.com - attiliovaccaro
Amazon auf einem Smartphone: unsplash.com - Christian Wiediger
Deutschland-Kreditkarte Classic: kostenlose-Kreditkarte.de