Betrügerische Angebote für Kreditkarten ohne Schufa

22.05.2018
Betrügerische Angebote für Kreditkarten ohne Schufa

Aktuell warnen die Verbraucherzentralen wieder vor betrügerischen Angeboten für Kreditkarten. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Kreditkarte ja, aber...

Eine Kreditkarte macht es möglich, dass Sie einen großen finanziellen Spielraum gewinnen und mehr Flexibilität beim Einkaufen haben. Doch nicht jede Kreditkarte ist gleich, stattdessen gibt es viele Unterschiede. Die Auswahl im Internet ist ziemlich unübersichtlich, was die Zahl der Karten angeht. Das nutzen leider auch Betrüger aus. Diese versuchen Konsumenten in Kostenfallen zu locken. Gerade die Verbraucherzentrale in Bayern warnt aktuell akut davor, dass Betrüger mit falschen Angeboten für Kreditkarten ohne Schufa werben. Dabei sollten Sie Vorsicht walten lassen.

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Seriosität von Angeboten immer prüfen

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Damit Sie nicht auf Betrüger hereinfallen, sollten Sie vor der Beantragung einer Kreditkarte im Internet mehrere Dinge prüfen. Zuallererst sollten Sie sich über die jeweilige Karte auf verschiedenen Plattformen informieren, um so mehr Details über das Produkt zu erfahren. Das hat nicht einmal mit dem Schutz vor Betrug zu tun, sondern hilft Ihnen allgemein bei der Recherche. So entscheiden Sie sich nicht blind für ein auf den ersten Blick interessantes Produkt, sondern erhalten am Ende auch wirklich die beste Karte. Um verschiedene kostenlose Kreditkarten zu vergleichen, können Sie beispielsweise einen Blick in unseren Kreditkartenvergleich werfen.

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Sofern Sie sich für eine Karte entschieden haben oder Ihnen ein Produkt besonders attraktiv vorkommt, sollten Sie auf der Seite des Anbieters einen Blick in das Impressum werfen. Dieses ist oft ein Indikator dafür, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Experten raten dabei, auf einer Webseite ohne Impressum (dieses muss von der Startseite aus in maximal zwei Klicks erreichbar sein) nie etwas zu bestellen, erst recht keine Kreditkarte. Auch wenn die Firma nicht in Deutschland sitzt, sollten Sie eventuell misstrauisch werden. Eine bekannte und seriöse Ausnahme ist die Gebührenfrei Mastercard Gold der Advanzia Bank aus Luxemburg.

Wenn Ihnen also eine Kreditkarte angeboten wird, zu der Sie auch bei einer Google-Recherche kaum weitere Informationen finden, sollten Sie Abstand nehmen. Wurde die Karte nicht von verschiedenen Vergleichsportalen unter die Lupe genommen, hat dies meist zwei Gründe. Entweder sind die Leistungen zu schwach oder es handelt sich um ein unseriöses Angebot. Wenn darüber hinaus auch noch eine ausländische Firma hinter der Karte steht oder es auf einer entsprechenden Webseite kein Impressum gibt, sollten die Alarmglocken bei Ihnen läuten. In diesem Fall sehen Sie sich besser nach einer alternativen Kreditkarte um, die auch seriös ist.

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Besondere Vorsicht bei Kreditkarten ohne Schufa

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Die Verbraucherzentralen warnen aktuell akut vor Angeboten für Kreditkarten ohne Schufa. Gerade bei diesen gab es in den vergangenen Monaten viele Betrugsfälle. Dabei wurden auf Internetseiten und über Anzeigen auf sozialen Medien verschiedene Angebote für Kreditkarten ohne Schufa beworben. Interessenten wurde versprochen, dass bei der Beantragung dieser Kreditkarten keine Schufa-Prüfung erfolgen würde, die Karten also bonitätsunabhängig beantragt werden könnten. Damit aber nicht genug: Darüber hinaus wurde sogar ein Kreditrahmen von 5.000 Euro versprochen. Nicht einmal reguläre Karten kommen von Anfang an mit einem so hohen Kreditrahmen daher.

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Im vergangenen Jahr gab es laut verschiedener Verbraucherzentralen mehrere hundert gemeldete Fälle, in denen Konsumenten auf das betrügerische Angebot hereingefallen sind. Die Experten der Verbraucherzentralen gehen davon aus, dass die Dunkelziffer sogar noch größer ist. Viele Konsumenten wüssten möglicherweise noch gar nicht, dass sie auf Betrüger hereingefallen sind oder schämen sich schlichtweg, sich mit der Information an eine Beratungsstelle zu wenden. Genau in diesen Fällen kommen die Betrüger oft schamlos davon und verdienen sogar an der Betrugsmasche.

Die Beweggründe für die Betrugsmaschen rund um Kreditkarten sind unterschiedlich. Manche Kriminelle möchten nur an die Daten der Konsumenten kommen, um diese danach mit Werbung oder anderen Dingen zu übersähen. Zudem würden Daten immer wieder weiterverkauft, so Experten. Damit aber noch nicht genug, in den meisten Fällen wird es für die betroffenen Verbraucher sogar noch schlimmer. Nicht nur werden ihre Daten gesammelt, vielmehr hagelt es nach wenigen Wochen meist die erste Rechnung. Statt einer Kreditkarte hat man einen Kaufvertrag abgeschlossen und soll auf einmal bezahlen. Der Teufel steckt hier oft im Detail. Die Betrüger wollen die Konsumenten dazu zu bringen, die jeweiligen Rechnungen auch zu bezahlen. Das sollten sie aber auf keinen Fall tun.

Betrüger gehen mit ähnlichen Maschen vor

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Rund um den Betrug mit Kreditkarten ohne Schufa ist das Vorgehen meist recht ähnlich, sodass Sie sich durch ein gewisses Vorwissen absichern können. Bei der ersten bekannten Masche lassen die Betrüger den Verbraucher auf einer Webseite schlichtweg nur den Vor- und Nachnamen, die Adresse sowie die E-Mail-Adresse eingeben. Das sind deutlich weniger Informationen als Sie bei einem gewöhnlichen Kreditkartenantrag angeben müssen. Dabei wird versprochen, dass Sie weder eine Schufa-Prüfung über sich ergehen lassen müssen, noch irgendwelche Sicherheiten vorlegen müssen. Auch ein bestimmtes Gehalt ist für die Beantragung der Kreditkarte in diesem Fall nicht notwendig. Leider ist das Angebot aber natürlich viel zu gut, um wahr zu sein. Meist werden die Webseiten außerdem mit einem hohen Kreditrahmen werben.

Stattdessen erhalten die Verbraucher nach wenigen Tagen ein Einschreiben von der Post. Das Problem: Es handelt sich um ein Einschreiben mit Nachnahme. Die Konsumenten sollen dann direkt beim Postboten einen Betrag zwischen 80 und 150 Euro bezahlen. Diese Kosten entstehen laut dem jeweiligen Schreiben für die Prägung sowie die Abwicklung der Bestellung. Nur: Die angebliche Kreditkarte erhalten Sie am Ende überhaupt nicht. Stattdessen bekommen die Betrüger einfach das Geld der Nachnahme-Zahlung. Sollten Sie dagegen nicht bezahlen, erwartet Sie eine Inkasso-Rechnung.

Eine andere Masche funktioniert mit einer angeblichen Prepaid-Kreditkarte, auf die allerdings erst viel Geld aufgeladen werden muss, um den angeblichen Kredit nutzen zu können. Auch hier drohen Inkasso-Schreiben bei einem Verzicht auf die Annahme der Karte bei einer Sendung per Nachnahme. Generell gilt deshalb: Bezahlen Sie keinerlei Gebühren für eine mögliche Sendung, auch wenn die Betrüger mit Inkasso drohen. Wenden Sie sich stattdessen an eine Stelle für Verbraucherschutz und lassen Sie sich helfen. Natürlich gilt ansonsten: Suchen Sie im Internet am besten nur nach seriösen Angeboten für kostenlose Kreditkarten. Dann stoßen Sie generell nicht auf solche Probleme.

Bildquellen:

Hacker mit Karte: © Paulus Rusyanto | Dreamstime.com
Laptop und Bargeld: Julia Lazarova | Dreamstime
Kreditkarte: eigene
Schufa-Bild: Schufa
Beratung: Konstantin Chagin | Dreamstime Stock Photos
Finger am Laptop: Scantynebula | Dreamstime.com