Deutschland verpasst den Payment-Trend

15.11.2019
Deutschland verpasst den Payment-Trend

Payment gilt als einer der spannendsten Wirtschaftszweige des 21. Jahrhunderts – doch Deutschland hängt bei der modernsten Form hinterher.

1,3 Billionen Euro – so viel verdienen die wichtigsten Zahlungsanbieter schon heute zusammen. Gemeint sind Herausgeber von Karten sowie Anbieter von Zahlungs-Apps wie eben Apple Pay. Man sieht schon auf den ersten Blick: Es handelt sich um einen riesigen Markt, der längst nicht mehr viel mit Münzen und Scheinen zu tun hat. Stattdessen spielt sich Payment längst in ganz anderen Bereichen ab und dass wird sich so schnell auch nicht mehr ändern. Deutschland hängt dabei allerdings relevant zurück – das könnte zum Wettbewerbsnachteil werden.

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Skepsis der Deutschen sorgt für relevanten Rückstand

Laut den Experten der Boston Consulting Group (BCG) wird sich der sogenannte Payment-Markt in den kommenden Jahren stark weiterentwickeln und könnte schon in wenigen Jahren bei dem doppelten des heutigen Volumens liegen. Möglicherweise allerdings im Vergleich zum ökonomischen Gewicht deutlich weniger stark in Deutschland als weltweit. Die Gründe dafür sind vielfältig, lassen sich primär aber an der Skepsis gegenüber modernen Zahlungsmitteln festmachen. Hierzulande werden kostenlose Kreditkarten genauso wie viele andere Zahlungsmittel vergleichsweise kritisch gesehen. Skeptisch sind die Deutschen besonders auch gegenüber dem sogenannten Mobile Payment. Entsprechend spielen deutsche Unternehmen in diesem Bereich auch kaum eine Rolle.

Deutsche sind skeptischer als Verbraucher in Nachbarländern

Dass es in Deutschland mit Wirecard dennoch eine Firma geschafft hat, zu einem Weltmarktführer im Payment-Markt zu werden, mag überraschen. Eine Rolle spielt dabei aber auch, dass die deutschen Nachbarn deutlich weniger skeptisch sind, wenn es um moderne Zahlungsmittel geht. In Frankreich oder auch den Niederlanden wächst die Zahl der mobil oder mit Karte getätigten Zahlungen rasant. Eine kostenlose Kreditkarte hat hier im Prinzip fast jeder im Portemonnaie, sodass Payment in diesen Ländern ebenfalls ein stark wachsender Markt ist. Ob sich ein vergleichbarer Trend auch in Deutschland zeigen wird, steht aktuell noch in den Sternen. Hier sind Modelle wie die Deutschland-Kreditkarte oder die DKB Kreditkarte längst nicht in jedem Portemonnaie vorhanden.

Junge Leute legen Skepsis immer mehr ab

Eine repräsentative Umfrage der ING zeigt allerdings: Verbraucher zwischen 18 und 34 Jahren nutzen Karten und das kontaktlose Bezahlen schon deutlich häufiger als Ältere – auch kostenlose Kreditkarten sind hier signifikant stärker verbreitet. Zwar bevorzugen im Schnitt auch die Jüngeren noch Bargeld gegenüber anderen Zahlungsmitteln, allerdings in einem deutlich kleineren Maße. Karten und Mobile Payment kommen bei Verbrauchern unter 35 Jahren signifikant häufiger zum Einsatz – wenngleich sich der Wandel in Deutschland also nur langsam zeigt, auch hierzulande wird modernes Payment immer mehr zu einem Thema. Profitieren dürften dabei auch Unternehmen wie Wirecard, die auf diesen großen Trend setzen.