Garmin Pay: Zahlen per Smartwatch

27.08.2018
Garmin Pay: Zahlen per Smartwatch

Das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarten wird populärer. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Das zeigt auch der Marktstart von Garmin Pay.

Garmin kennt man als Hersteller von Navigationsgeräten. Viel zu tun hat das mit dem kontaktlosen Bezahlen nicht. Doch das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren durch Innovationen aufgefallen. Es hat sich zum Beispiel in den Markt der Fitnessuhren und Fitnesstracker vorgekämpft. Heute nimmt Garmin hier eine wichtige Rolle ein.

Etabliert hat sich Garmin dabei rund um Smartwatches für das Fitness-Training. Längst geht es nicht nur darum, die Geschwindigkeit, die Distanz oder Körperwerte zu messen. Die Fitnessuhr soll auch zu einem Zahlungsmittel werden. Garmin Pay war dabei in Deutschland sogar schneller als Apple und Google.

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Wie funktioniert Garmin Pay?

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Vielleicht haben Sie noch nie etwas von Garmin Pay gehört. Das überrascht auch nicht. Denn dieser Service ist erst im Juni 2018 offiziell gestartet. Garmin Pay verwendet zudem eine Technologie, die den Markt in Deutschland bislang nur teilweise erobert hat: NFC. Es handelt sich um die sogenannte Near Field Communication, zu Deutsch die sogenannte Nahfeldkommunikation. Diese Technologie dient dabei zur schnelleren Zahlungsabwicklung, die Ihnen vermutlich bereits bei einem anderen Zahlungsmittel begegnet ist: der Kreditkarte. In den vergangenen Jahren wurden neben gebührenpflichtigen und auch kostenlosen Kreditkarten mit NFC ausgestattet.

Garmin Pay baut dabei auf die identische Technik. Doch wie funktioniert das Bezahlen per NFC? Zuerst müssen Sie die Karte oder in diesem Fall die Smartwatch in kurzer Distanz (wenige Zentimeter) an das Kassenterminal halten. Sobald auch die Kasse aktiviert ist, hören Sie ein kurzes Geräusch. Danach dauert es wenige Sekunden bis die Zahlung verarbeitet ist. Währenddessen können Sie Ihren Fitnesstracker oder Ihre Kreditkarte bereits wieder vom Terminal entfernen. Danach erhalten Sie Beleg und die Zahlung ist abgeschlossen.

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Sie merken also bereits, dass die Idee von Garmin ­­Pay genauso wie das generelle Bezahlen per NFC sehr simpel und unkompliziert ist. Sofern also auch Sie darüber nachdenken, in Zukunft mit einer Fitnessuhr zu bezahlen, müssen Sie sich nicht fürchten. Wer einmal per NFC bezahlt hat, der versteht sofort, wie es funktioniert. Auch immer mehr Kassierer in Deutschland kennen die neue Zahlungsweise. Sie werden also nicht jedes Mal komisch angeschaut, wenn Sie Ihre Kreditkarte an das Zahlungsterminal halten. Mit Ihrer Smartwatch werden Sie allerdings zumindest sicherlich am Anfang noch den einen oder anderen überraschten Blick erleben.

Wie wird die Zahlung per Garmin Pay konkret abgewickelt?

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Die Zahlung per NFC mit einer Kreditkarte ist schnell erklärt: Die Abbuchung der jeweiligen Summe erfolgt wie bei normalen Zahlungen und wird dann von Ihrem Girokonto abgebucht. Nutzen Sie eine Girokarte mit NFC, läuft die Transaktion genauso wie eine normale Girokarten-Zahlung. Doch bei Garmin Pay gibt es nicht direkt ein Konto oder eine hinterlegte Karte. Wie also funktioniert die Zahlung mit der Smartwatch konkret?

Zuerst benötigen Nutzer zusätzlich zur Smartwatch auch ein Smartphone. Dieses muss zwar nicht immer mitgeführt werden. Es wird jedoch zur Aktivierung der Zahlungsoption von Garmin benötigt. Hierfür müssen Sie zuerst die App VIMPay herunterladen. Sobald Sie einen Account erstellt haben, können Sie sich eine sogenannte virtuelle Mastercard ausstellen lassen. Diese wird anschließend in Ihrem Garmin Connect-Konto hinterlegt. Auch die Garmin Connect App müssen Sie vor der Aktivierung von Garmin Pay herunterladen. Sobald Sie diese Schritte erledigt haben, können Sie Garmin Pay mit Ihrem Smartphone nutzen. Sie benötigen allerdings natürlich auch noch Guthaben auf der virtuellen Mastercard, um tatsächlich bezahlen zu können.

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Bei der hinterlegten Kreditkarte handelt es sich immer um eine reine Prepaid-Variante. Das heißt konkret: Sie können Garmin Pay ausschließlich auf Guthabenbasis nutzen. Sie müssen also dafür sorgen, dass Sie zuerst Geld auf die Kreditkarte von VIMPay aufladen, um dann mit Garmin Pay bezahlen zu können. Möglich ist das dadurch, dass Sie VIMPay direkt mit Ihrem Bankkonto verknüpfen und von diesem dann eine Überweisung auf die Mastercard tätigen. Sobald das Guthaben angekommen ist, können Sie Ihre Smartwatch zur Zahlung nutzen. Nicht gerade eine einfache Einrichtung. Aber wer diese einmal geschafft hat, sollte sich in der Zukunft nicht mehr allzu schwertun.

Hohe Sicherheit bei allen Zahlungen mit Garmin Pay

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Praktisch ist an Garmin Pay auch, dass Sie sich keine Sorgen um Ihr Guthaben machen müssen. Sollten Sie Ihre Smartwatch verlieren, kann niemand einfach so auf Ihr Guthaben zugreifen. Der Grund: Wann immer Sie die Uhr ablegen, müssen Sie danach zur Aktivierung erneut eine selbst festgelegte PIN eingeben. Dasselbe gilt automatisch immer alle 24 Stunden. Dadurch wird verhindert, dass Unbefugte auf die Uhr zugreifen und mit dieser bezahlen können. Hinzu kommt, dass bei Garmin Pay eine sogenannte Tokenisierung verwendet wird. Hierdurch werden nicht die Kreditkarten-Daten im Klarformat, sondern mit einem Token kommuniziert.

Erst nachdem die Zahlung durchgeführt wurde, gleicht die Bank mit dem Kartenanbieter die echten Daten ab und führt die Zahlung so schlussendlich durch. Betrüger haben dadurch nicht die Möglichkeit, die Daten zwischenzeitlich abzugreifen. Vielmehr würden sie nur auf einen wertlosen Schlüssel (Token) stoßen, mit dem Sie jedoch nicht an sensible Daten kommen. Dadurch sind Ihre NFC-Zahlungen per Garmin Pay abgesichert und Sie können, ohne sich große Gedanken zu machen, mit Ihrer Smartwatch bezahlen.

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Dennoch gibt es auch Kritik rund um die neue Zahlungsoption. Zwar ist die Nutzung mit allen Smartphones (zur Aktivierung) möglich. Sie können allerdings bislang nur vier Smartwatch-Modelle mit Garmin Pay nutzen. Alle Geräte stammen von Garmin und sind vergleichsweise teuer. Es handelt sich entsprechend nicht um eine offene Plattform. Hinzu kommt, dass die Hinterlegung einer virtuellen Kreditkarte von einem vorgegebenen Partner nicht unbedingt praktisch ist. Besonders die Aktivierung dauert vergleichsweise lang. Für die meisten Kunden wäre es sicherlich einfacher, wenn stattdessen eine beliebige Kreditkarte hinterlegt werden könnte. Dadurch wäre es möglich, dass man nicht nur mit der Plastikkarte NFC nutzen kann, sondern eben auch in Verbindung mit einer Smartwatch. 

Ganz nebenbei können Sie in der Regel natürlich auch ohne langwierige Registrierungen, Anmeldungen und Apps kontaktlos mit Ihrer kostenlosen Kreditkarte bezahlen? Viele große Ketten in Deutschland haben inzwischen NFC-fähige Kartenlesegeräte.

Bildquellen:

Garmin: Garmin
NFC per Karte und Handy: pixabay.com - kalhh
Mastercard: Mastercard
VIMPay: VIMPay