Großes Datenleck bei Mastercard

02.09.2019
Großes Datenleck bei Mastercard

Mastercard ist durch ein großes Datenleck in die Presse geraten. Doch wie schlimm sind die Folgen wirklich und wer ist konkret betroffen?

Wer eine kostenlose Kreditkarte im Portemonnaie hat, der sollte sich diesen Artikel genau durchlesen. Dies gilt besonders dann, wenn es sich um eine Mastercard-Kreditkarte handelt. Bei dem großen internationalen Kartenkonzern ist es in Deutschland zu einem enormen Datenleck gekommen. Laut aktuellen Informationen sind insgesamt 89.400 Nutzer des Bonusprogramms Mastercard Priceless Specials betroffen – dieses wurde zwischenzeitlich pausiert.

Wer ist von dem Datenleck genau betroffen?

Fast 90.000 Verbraucher in Deutschland sollten sich aktuell zumindest ein wenig Sorgen machen, denn auch wenn noch keine Betrugsfälle bekannt sind, ist das Datenleck bei Mastercard sicherlich ein Problem. Betroffen ist allerdings ein klar zu benennender Kreis an Verbrauchern – all diejenigen, die sich für das Bonusprogramm Priceless Special angemeldet haben. Dies musste explizit durch den Nutzer auf der entsprechenden Webseite passieren – automatisch wurde also niemand angemeldet. Wer sich nicht für das Bonusprogramm angemeldet hat, muss sich also keine Sorgen machen. Wer dagegen registriert ist, muss davon ausgehen, dass die eigenen Daten entwendet werden. Immerhin hat das Programm sowieso nur ein Bruchteil der Karteninhaber genutzt.

Was genau wurde bei dem Datenleck entwendet?

Die gestohlenen Daten bei dem Datenleck von Mastercard Priceless Specials sind gravierender, als man im ersten Moment vielleicht annehmen mag. Im Internet sind Listen aufgetaucht, auf denen unter anderem die folgenden Daten auftauchen:

  • Name
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Kreditkartennummer

Anfangs hatte Mastercard noch vermutet, dass Kartennummer nur verschlüsselt entwendet werden konnten. So hieß es kurz nach dem Bekanntwerden noch, dass nur die ersten zwei und die letzten vier Zahlen in falsche Hände geraten sein könnten. Dies hat Mastercard mittlerweile revidiert und erklärt, dass auch komplette Kartennummer entwendet wurden.

Nicht gestohlen wurden dagegen diese Daten:

  • Ablaufdatum
  • Sicherheitscode
  • PIN der Kreditkarte

Mit der Kartennummer und dem Namen des Karteninhabers sind Zahlungen im Internet noch nicht möglich, sodass man akut keine Angst haben muss – das Ablaufdatum lässt sich häufig allerdings in einem Trial & Error-Verfahren herausfinden, sodass theoretisch Online-Zahlungen mit gestohlenen Kartendaten möglich sein könnten, wenngleich dies sehr unwahrscheinlich ist.

Wie sollte man als Betroffener reagieren?

Wer das Gefühl hat, von dem Datenleck von Mastercard betroffen zu sein, der sollte sich unbedingt mit seiner Kreditkartenbank in Verbindung setzen. Kreditkarten werden in diesem Fall kostenlos ausgetauscht. Wer seine Kartendaten bei Mastercard Priceless Special hinterlegt hat, sollte dies unbedingt tun. Ansonsten ist eine sofortige Sperrung der Kreditkarte sinnvoll, um möglichen Missbrauch zu verhindern. Bislang ist zwar noch kein Betrugsfall mit entwendeten Daten bekannt, doch Sicherheit geht in diesem Fall definitiv vor.