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Haben Sie auch noch D-Mark zuhause?

30.12.2017

Es gibt viele Deutsche, die der „guten, alten Mark“ nachtrauern und diese sofort zurücknehmen würden, auch rechnen noch viele die Preise in D-Mark um und das nach knapp 16 Jahren. Nach Daten der Bundesbank waren Ende November 2017 noch Scheine und Münzen im Gesamtwert von 12,64 Milliarden D-Mark (rund 6,46 Milliarden Euro) im Umlauf. Davon entfielen rund 5,93 Milliarden Mark auf Scheine und 6,71 Milliarden auf Münzen.

"Scheine und Münzen im Wert von etwa 100 bis 150 Millionen D-Mark werden jährlich zurückgegeben. Es ist aber davon auszugehen, dass nicht die gesamten noch im Umlauf befindlichen D-Mark-Bestände umgetauscht werden", sagt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. "Ein Teil der Münzen und Scheine dürfte verloren gegangen, vernichtet oder in Sammler-Schatullen gelandet sein." Häufig tauchen höhere D-Mark-Bestände bei Haushaltsauflösungen oder Renovierungsarbeiten auf, sie sind in Schubladen, Büchern oder auch Einmachgläsern versteckt. Natürlich gibt es auch immer wieder Funde in der klassischen Matratze. In Oldenburg fanden Hinterbliebene sogar 2,5 Tonnen von Ein- und Zwei-Pfennig-Münzen, verpackt waren diese in hunderten Gefrierbeuteln. Nach sechs Monaten hatte der Bundesbank-Mitarbeiter Wolfgang Kemereit alle Münzen gezählt und die Familie darf sich nun über 8.000 Euro freuen. Auch wird ein Teil der nicht umgetauschten Bestände im Ausland vermutet, da die D-Mark als wertstabil beliebt war. "Die D-Mark war vor allem in Ost- und Südosteuropa als ein Mittel zur Wertaufbewahrung geschätzt", schildert der für Zahlungsverkehr zuständige Bundesbank-Vorstand Thiele. In Deutschland kann man seine alten „Schätze“ bei der Bundesbank abgeben, auch beschädigte Scheine, sofern mehr als die Hälfte vorhanden ist, werden umgetauscht. "Die Bundesbank nimmt D-Mark-Scheine und Münzen auch aus Vertrauensgründen unbegrenzt und unbefristet zurück. Wir zeigen damit, dass wir verlässlich sind", betont Thiele. Dies gilt beispielsweise nicht für Frankreich und Italien, denn hier sind die Umtauschfristen bereits abgelaufen. Sammler würden ihre Scheine und Münzen aber sowieso nicht tauschen wollen, teilweise ist auch ein hoher Wert mit einzelnen Stücken zu erzielen. Wem der Weg zur Bundesbank zu weit oder zu umständlich ist, der kann auch warten, denn es gibt immer wieder Sonderaktionen von einzelnen Händlern. Zum Beispiel konnte man 2016 im Kaufland mit D-Mark bezahlen und auch heute gibt es immer wieder solche Aktionen. Natürlich kann man auch Münzen und Scheine als Erinnerungsstücke behalten, dies bleibt jedem selbst überlassen. Schließlich sind auch noch einige Reichsmark im Umlauf.

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