Ist kontaktloses Bezahlen die Zukunft?

05.07.2019
Ist kontaktloses Bezahlen die Zukunft?

Das kontaktlose Bezahlen erlebt aktuell einen noch nie dagewesenen Boom. Doch wie sicher ist die sogenannte Near Field Communication (NFC) in Verbindung mit Kreditkarten und was müssen Sie alles bei dieser (gar nicht so) neuen Nahfeld-Technologie beachten? +++ Update (6/2019): Mehrheit der Deutschen fordert mehr Kontaktlos-Terminals +++

NFC-fähige Kreditkarten als Standard

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Wer heute nach dem Wort „Kreditkarte“ sucht, findet meist auch Ergebnisse zum kontaktlosen Bezahlen. Das überrascht zumindest auf den ersten Blick. Denn die Deutschen zahlen bisher selten per NFC (Near Field Communication; Nahfeld-Kommunikation). Dabei geben fast alle Banken neue Kreditkarten mit NFC-Chip aus.

Es bleiben also einige Fragen offen:

  • Warum ist das kontaktlose Bezahlen so omnipräsent? 
  • Welche Vorteile habe ich als Verbraucher bei der Nutzung?
  • Wie steht es um die Sicherheit? 
  • Wie kann ich mich vor möglichen Risiken des kontaktlosen Bezahlens schützen?

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Was genau ist das kontaktlose Bezahlen überhaupt?

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Das kontaktloses Bezahlen ist sowohl mit Premium-Kreditkarten als auch mit kostenlosen Kreditkarten möglich. Fast alle in Deutschland neu ausgegebenen Karten von Visa, Mastercard und American Express können auch für kontaktlose Zahlungen verwendet werden. Nur einige ältere Modelle haben noch keinen NFC-Chip. Mit diesen Karten können sie also auch nicht kontaktlos bezahlen – eigentlich.

Tipp für Ausnahmen: Kreditkarten ohne NFC-Chip können Sie unter Umständen in einer Mobile Wallet in Ihrem Smartphone hinterlegen und darüber kontaktlos bezahlen. Informieren Sie sich zum Beispiel über Google Pay und Apple Pay. Der mobile Bezahldienst des Suchmaschienen-Riesen ist seit Juni 2018 in Deutschland verfügbar, der des iPhone-Bauers folgte im Dezember 2018. 

Heutzutage müssen Sie beim Kreditkarten-Antrag nicht mehr zwingend auf das NFC-Symbol achten. Denn die neuen Kreditkarten beinhalten in der Regel alle einen solchen Chip. 

+++ UPDATE (6/2019): Deutsche fordern Kontaktlos-Terminals +++

Mehr als die Hälfte der Deutschen sind für mehr Möglichkeiten zum kontaktlosen Bezahlen per NFC-fähiger Giro- oder Kreditkarte. Das ergab der aktuelle "W² Jugend-Finanzmonitor" der Bildungsinitiative WirtschaftsWerkstatt. Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat dafür im April 2019 in einer repräsentativen Stichprobe rund 1.500 Deutsche befragt. Bei den Teilnehmern zwischen 16 und 25 Jahren lag die Zustimmung minimal höher (52 Prozent) als bei den älteren Befragten (51 Prozent).

+++ Update-Ende +++

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Sind Sie sich unsicher, ob Ihre Kreditkarte mit NFC ausgestattet ist, können Sie dies an einem Symbol auf der Karte erkennen. Sofern vier unterschiedlich große Halbkreise nebeneinander zu sehen sind, ist Ihre Kreditkarte NFC-fähig. In diesem Fall können Sie damit kontaktlos bezahlen.

Wie bereits angedeutet können Sie aber auch per Smartphone bezahlen. Dafür müssen Sie Ihre Kreditkarte in einer App hinterlegen (siehe Tipp oben). Über verschiedene Wallet-Lösungen wie Google Pay und Apple Pay können Sie mit Ihrer Kreditkarte auch über das Smartphone bezahlen. Aber nicht alle Kreditkarten lassen sich mit jedem Bezahldienst nutzen. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass Ihr Handy über einen NFC-Chip verfügt. Das ist allerdings bei den meisten modernen Geräten der Fall.

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Grundsätzlich ist die Nutzung von NFC sehr simpel. Sie müssen die Kreditkarte oder das Smartphone an ein Lesegerät halten. Die Zahlung wird dann automatisch durchgeführt. Möglich ist dies je nach Kreditkarten-Anbieter entweder bis zu einem Betrag von 25 oder 50 Euro ohne Eingabe einer PIN oder Unterschrift. Auch bei höheren Beträgen können Sie theoretisch per NFC bezahlen. Dann müssen Sie noch die PIN eingeben. Dennoch geht die Zahlung auf diesem Weg insgesamt meist schneller, als die Karte ins Lesegerät zu schieben. Sofern Sie mit dem Smartphone bezahlen möchten, ist NFC meist die einzige Möglichkeit. Einige Anbieter setzen zwar auf den QR-Code. Dieser hat sich aber (noch) nicht flächendeckend zum Bezahlen durchgesetzt.

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Kann ich NFC auch im Alltag nutzen?

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Rund um kostenlose Kreditkarten gibt es meist ein großes Thema: die Akzeptanz. In Deutschland wurden Kreditkarten im Vergleich zu anderen Ländern früher seltener akzeptiert. Verbraucher können nicht überall per Visa, Mastercard und Co bezahlen. In den USA oder in Schweden ist das anders. Doch die Situation verbessert sich hierzulande. Viele Supermärkte, Tankstellen oder Restaurants akzeptieren inzwischen Kreditkarten. Dennoch gibt es noch einige (meist kleine) Geschäfte, bei denen Sie nur mit Bargeld oder Girocard bezahlen können. Theoretisch können Sie aber auch hier NFC nutzen.

Inzwischen sind auch viele Girokarten in Deutschland NFC-fähig. Sofern das der Fall ist und das Lesegerät ebenfalls NFC-Zahlungen akzeptiert, können Sie auch Ihre kontaktlose Girocard einsetzen. Einzig die Nutzung des Smartphones zur Zahlung ist in diesen Fällen nicht möglich. Die NFC-Akzeptanz ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Mittlerweile akzeptieren in Deutschland fast alle Händler, die Kreditkarten annehmen, auch NFC-Transaktionen. 

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Wo Kreditkarten-Zahlungen per NFC akzeptiert werden, können Sie in der Regel auch auf Ihr Smartphone setzen. Dabei ist wichtig, dass eine Karte hinterlegt ist, die mit dem jeweiligen System kompatibel ist. Wenngleich die Akzeptanz noch nicht flächendeckend gegeben ist, so werden kontaktlose Zahlungen langsam immer wichtiger. Hierzulande ist der Marktanteil der Kreditkarten-Zahlungen zwar mit deutlich unter 10 Prozent noch gering. Mit dem Anstieg der Kreditkarten-Akzeptanz ist der Anteil allerdings gestiegen. Aktuell können Sie zumindest bei großen Händlern problemlos im Alltag kontaktlos per NFC-fähiger Kreditkarte bezahlen.

Welche Sicherheitsrisiken muss ich bei NFC-Zahlungen beachten?

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Der deutsche Markt ist beim Thema Zahlungssicherheit sehr konservativ. Auch rund um die Sicherheit der "Near Field Communication" gab es in Deutschland scharfe Diskussionen. NFC-Zahlungen per Kreditkarte können bis zu einem Betrag von 25 bzw. 50 Euro meist ohne PIN oder Unterschrift durchgeführt werden. Jede Person kann also mit einer Kreditkarte ohne Verifizierung einkaufen. Das klingt im ersten Moment unsicher, erweist sich in der Praxis jedoch als unproblematisch. Das haben verschiedene Studien und Tests gezeigt. Für zusätzliche Sicherheit sorgt darüber hinaus, dass in bestimmten Abständen die Eingabe der PIN verlangt wird (rund alle fünf Transaktionen). Erst nach der Eingabe der PIN kann man wieder kontaktlos ohne Verifizierung zahlen.

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Diese Verifizierung wird vorausgesetzt, wenn die Kartenanbieter eine Unregelmäßigkeit oder ein Sicherheitsrisiko feststellen. Dies trifft zum Beispiel zu, wenn Sie am selben Tag in zwei verschiedenen Ländern mit Ihrer Kreditkarte bezahlen. Auch ein anderes Risiko ist laut verschiedenen Studien zu unterschätzen: Ein unbemerktes Bezahlen mit Lesegeräten macht keinen Sinn. Denn Banken können solche Transaktionen genau nachprüfen.

Das Auslesen einiger Kreditkarten-Daten ist zwar theoretisch möglich. Aber dafür muss der Betrüger schon sehr dicht (ca. 4 cm) an Ihre Karte heran. Zudem blockieren sich die Signale verschiedener Karten gegenseitig. Schon ein dickes Portmonee kann ein Hindernis sein, ganz abgesehen von Alu-Hüllen. Beim Online-Shopping benötigen Sie außerdem den dreistelligen Code von der Rückseite der Kreditkarte. Diese drei Zahlen werden nicht per NFC übertragen. Sie merken also selbst: Sicherheitsrisiken spielen bei NFC quasi keine Rolle. Dem kontaktlosen Bezahlen gehört also die Zukunft. 

Bildquellen:

Titelbild: kostenlose-kreditkarte.de & pixabay.com - kalhh
NFC bei der Deutschland-Kreditkarte.de Classic: kostenlose-kreditkarte.de
DKB-Bilder: DKB
NFC-Logo: kostenlose-kreditkarte.de
Apple Pay: Apple Pay
Kontaktlos bezahlen: Mihail Degteariov | Dreamstime.com
Google Pay: Google Pay
Kartenzahlung mit Lesegerät: unsplash.com - rawpixel