Kann eine Kreditkarte versagen?

23.03.2018
Kann eine Kreditkarte versagen?

Kann die Kreditkarte versagen? Wenn Sie unterwegs sind oder kein anderes Zahlungsmittel dabeihaben, wäre das ein großes Problem. Wie kann man sich schützen?

Viele Verbraucher verlassen sich im Alltag immer mehr auf ihre Kreditkarte. Zum Einkaufen in Supermarkt? Einfach nur die Kreditkarte dabei. Genauso beim Kaffeetrinken im örtlichen Café. Was im ersten Moment so simpel klingt, kann gleichzeitig zum Problem werden. Denn was ist, wenn die Kreditkarte auf einmal versagt? In diesem Fall kann man möglicherweise nicht mehr bezahlen, weswegen eine Alternative sinnvoll ist. Doch welche Bezahlform bietet sich an und wie verhindert man, dass die Kreditkarte irgendwann auf einmal nicht mehr funktioniert?

Ein Zahlungsmittel allein reicht selten aus

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Grundsätzlich ist es ratsam, dass man sich nie auf ein einziges Zahlungsmittel verlässt. Gerade bei der Kreditkarte oder der Girocard gibt es nämlich ein entscheidendes Problem: Was, wenn ein Händler einfach keine Karten akzeptiert? Doch selbst, wenn Sie wissen, dass die Akzeptanz kein Problem ist: Was ist, wenn das Lesegerät defekt ist und temporär keine Kartenzahlung möglich ist (Stichwort: Stromausfall)? Dies kommt zwar nicht gerade häufig vor, vermutlich hat es aber dennoch bereits jeder Kartennutzer erlebt. In all diesen Fällen ist es nahezu unerlässlich, dass man auch Bargeld dabei hat. Zumindest für kleinere Einkäufe sollten Sie deshalb immer eine Alternative parat haben. Ein Schein oder einige Münzen schaden nie.

Wenn die Technik und Akzeptanz beim Händler kein Problem sind, kann die Kreditkarte auf einmal nicht mehr funktionieren. Die Gründe sind nicht immer sofort ersichtlich. Teilweise kommt es bei der Datenübermittlung zu Fehlern oder es gibt Probleme mit dem Kreditrahmen und dann wird die Karte teilweise auch automatisch aus Sicherheitsgründen gesperrt. Sie als Kunde merken das meist erst dann, wenn die Kreditkarte abgelehnt wird. In diesem Fall müssen Sie meist schnell reagieren, denn an der Kasse brauchen Sie eine Alternative. Ein langwieriger Anruf bei der Bank ist direkt an der Kasse keine gute Alternative.

Eine Option: Zwei Kreditkarten

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Sie können sich zum Beispiel zwei kostenlose Kreditkarten aus dem Vergleich aussuchen. Wenn Sie dies geschickt anstellen, zahlen Sie auch keine Zusatzgebühren wie beim Abheben. Mit der DKB Visa Card und der Deutschland-Kreditkarte haben Sie bspw. deutlich mehr Flexibilität, sollte es bei einer Karte zu Problemen kommen. Noch besser ist es natürlich, wenn Sie eine Mastercard mit einer Visa Card kombinieren. Möglich sind hier zum Beispiel die Kombination aus einer kostenlosen 1plus Visa Card und der Gebührenfrei Mastercard Gold.

Wenn Sie sich besonders geschickt anstellen, können Sie bei den verschiedenen Kreditkarten auch noch die jeweiligen Leistungen kombinieren. Bietet Ihnen eine Kreditkarte das kostenfreie Abheben an, ist bei der anderen Karte eine andere Fokussierung sinnvoll. Beispielsweise können Sie dann auf eine Zweitkarte setzen, die Ihnen einen Reiserabatt bietet, mit einem Notfallpaket daherkommt oder gebührenfreie Zahlungen in Fremdwährungen erlaubt. Im Idealfall schlagen Sie so zwei Fliegen mit einer Klappe und sparen durch die geschickte Kombination der Karten zukünftig auch noch bares Geld.

Eine Girokarte als Backup schadet nicht

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Wenngleich eine Girokarte weltweit deutlich weniger flexibel nutzbar ist als eine Kreditkarte, schadet es nicht, auch eine solche im Portemonnaie zu haben. Sollte die Kreditkarte doch einmal nicht akzeptiert werden oder sollte Ihre Kreditkarte nicht funktionieren, können Sie immer noch Ihre Girocard mit Zusatz-Funktion zücken. Sofern es sich um eine Karte mit einem Maestro-Logo handelt, können Sie diese theoretisch weltweit einsetzen. Damit sind sogar weltweite Abhebungen möglich, wenngleich dies in der Praxis leider nicht immer funktioniert. Auch die Gebühren sind bei Girokarten gerade im Ausland oft höher, wobei Ihnen das im Ernstfall vermutlich zurecht egal ist.

Zumindest als Backup schadet es also nie, auch eine Girokarte mitzuführen. Darüber hinaus raten wir Ihnen, egal wo Sie unterwegs sind, immer ein wenig Bargeld dabei zu haben. Wenn Sie eine oder mehrere Kreditkarten, eine Girokarte und nicht zuletzt auch ein wenig Bargeld mit sich führen, werden Sie vermutlich zu keinem Zeitpunkt auf echte Probleme stoßen.

Kartensperrungen kann man verhindern

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Doch auch wer wirklich nur auf eine oder zwei Kreditkarten setzen will, kann die richtigen Maßnahmen ergreifen, um die Sperrung zu verhindern. Beispielsweise sollten Sie immer darauf zu achten, dass ausreichend Kreditrahmen vorhanden ist. Wenn man einen Monat einmal besonders viel ausgegeben hat, sollten Sie diesen Rahmen im Blick haben. Hier sollten Sie achtsam sein, denn oftmals sind bestimmte Beträge, zum Beispiel von Hotels, als Garantie auf der Karte geblockt. Sie können deshalb nicht zwingend immer die genaue Differenz zwischen dem Verfügungsrahmen und bereits getätigten Zahlungen nutzen. Im Zweifel rufen Sie Ihre Bank an. Meist können Sie dort auch um eine kurzfristige Erhöhung des Rahmens bitten.

Ein weiteres Risiko können Sie umschiffen, wenn Sie Ihre Bank über Ihr Reiseverhalten informieren. Wenn Sie klar kommunizieren, welche Reisen anstehen, wird eine Sperrung durch den häufigen Einsatz im Ausland unwahrscheinlich. Wir raten Ihnen deshalb, vor größeren Reisen in mehrere Länder oder generell in Länder, die als weniger sicher gelten, kurz mit Ihrer Bank zu telefonieren. So verhindern Sie die Sperrung einer Kreditkarte und können die Reise ganz entspannt antreten – mit dem Wissen, dass Ihre Kreditkarte sicher nicht versagt.

Bildquellen:

Kreditkarten beim Tanken: miles-and-more.com
Kartenzahlung: Gpointstudio | Dreamstime.com
Rote und blaue Kreditkarte: Neirfy | Dreamstime.com
girocard-Zahlung: girocard.eu
Reisekoffer: Business Wire/Visa