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Kartenzahlung statt Mobile Payment

23.01.2018

Sie bezahlen lieber mit Karte als mobil per Handy? Dann liegen Sie genau im Trend, zeigen aktuelle Umfrageergebnisse von forsa und der Verbraucherzentrale Sachsen. Demnach bezahlen gerade einmal 3 Prozent der Studienteilnehmer via Smartphone. Denn auch viele kostenlose Kreditkarten bieten das kontaktlose Bezahlen an – vielleicht ja auch Ihre.

So bezahlen deutsche Verbraucher (nicht)

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Rund zwei Drittel der befragten Girokontobesitzer in Deutschland bezahlen regelmäßig bargeldlos, so ein Ergebnis einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstitutes forsa im Auftrag des Marktwächterteams der Verbraucherzentrale Sachsen. Laut dieser Befragung aus dem Januar 2018 bezahlen 16 Prozent der Teilnehmer sogar mindestens einmal am Tag mit Ihrer Geld-, Giro- oder Kreditkarte im stationären Handel. 33 Prozent setzen Ihr Bankkarte immerhin mehrmals pro Woche ein, bei weiteren 15 Prozent ist dies einmal in der Woche der Fall. 

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast: Im September 2017 hat wiederum eine repräsentative Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) gezeigt, dass 30 Prozent der befragten Internetnutzer in Deutschland Kartenzahlung eher ablehnen und bevorzugt bar bezahlen. 22 Prozent der Teilnehmer haben demnach Sicherheitsbedenken bei bargeldloser Bezahlung. 16 Prozent sehen in der Kartenzahlung gar keine Vorteile gegenüber der Barzahlung, so die Ergebnisse der TNS Kantar-Studie mit knapp mehr als 1.000 Teilnehmern. Demnach zahlen die Befragten eher mit einem steigenden Betrag bargeldlos. 

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Trotz oder gerade wegen dieser regelmäßigen Nutzung der Bankkarten halten sich zumindest die forsa-Befragten beim Bezahlen per Smartphone weitestgehend zurück. Sage und schreibe 97 Prozent der Teilnehmer nutzen das sogenannte Mobile Payment über Near Field Communication (NFC) oder QR-Codes nie. "Trotz verbreiteter Nutzung bargeldloser Zahlungssysteme, findet die verhältnismäßig neue Möglichkeit der Zahlung über Smartphones so gut wie keine Anwendung", erklärt sagt Kerstin Schultz, Teamleiterin Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Sachsen. 

Gut zu wissen: Inzwischen können Sie nicht mit vielen Smartphone mobil bezahlen, sondern auch mit Kredit- und Girokarten. Viele Banken geben nur noch Karten mit NFC-Funktion aus. Daher kann man sich auch fragen: Warum vergleichsweise umständlich per Smartphone bezahlen, wenn es auch schnell und einfach per Bankkarte funktioniert?

Bares ist immer noch Wahres

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Ganz anders sieht es dagegen beim Thema Bargeld aus. Der repräsentativen Studie zufolge heben viele Teilnehmer regelmäßig Geld am Automaten ab:

  • 38 Prozent: mindestens einmal pro Woche
  • 27 Prozent: alle zwei Wochen
  • 23 Prozent: einmal im Monat
  • 7 Prozent: seltener 
  • 5 Prozent: nie

Ein alternativer Weg zum Bargeld hat sich dagegen (noch?) nicht durchgesetzt: Die Mehrheit der Befragten hebt Geld (fast) nie an Supermarkt- oder Tankstellenkassen ab: 

  • 78 Prozent: nie
  • 10 Prozent: seltener
  • 6 Prozent: einmal im Monat
  • 2 Prozent: alle zwei Wochen
  • 3 Prozent: mindestens einmal pro Woche

Durchschnittlich heben die befragten Girokontobesitzer 248 Euro pro Verfügung ab. Die Höhe steigt mit dem Alter: Während die 18- bis 29-Jährigen rund 127 Euro abheben, sind es bei den über 70-jährigen Teilnehmern ca. 339 Euro. Diese Unterschiede geben einen Hinweis darauf, dass auch das Bezahlverhalten via Karte vom Alter abhängt. Denn Jüngere zahlen eher mit Giro- oder Kreditkarte als ältere Verbraucher. 

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu den ungefähren Beträgen, die abgehoben werden: 

  • 13 Prozent: bis zu 50 Euro
  • 20 Prozent: 51 - 100 Euro
  • 23 Prozent: 101 - 200 Euro
  • 27 Prozent: 200 - 500 Euro
  • 5 Prozent: mehr als 500 Euro
  • 12 Prozent: keine Angabe

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Funfact am Rande: Im Jahr 2016 kamen in Deutschland 13 Terminals zum bargeldlosen Bezahlen in Geschäften und an anderen Verkaufsstellen auf einen Geldautomaten, zeigen Zahlen der Europäischen Zentralbank. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit abgeschlagen auf einem der letzten Plätze, wie eine Auswahl verdeutlicht: 

  • 311: Luxemburg 
  • 119: Griechenland
  • 91: Schweden
  • 81: Niederlande
  • 56: Dänemark
  • 54: Irland
  • 45: Italien
  • 32: Tschechien
  • 30: Spanien
  • 26: Frankreich
  • 23: Polen
  • 13 Deutschland
  • 11: Belgien
  • 11: Österreich

Hintergründe zur forsa-Umfrage

Die repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstitutes forsa im Auftrag des Marktwächterteams der Verbraucherzentrale Sachsen basiert auf computergestützten Telefoninterviews (CATI) (Stichprobengröße: N = 1.008). Die Fehlertoleranz liegt bei jeweils drei Prozentpunkten in beide Richtungen. Die Stichprobe wurde bundesweit unter Girokontenbesitzern ab 18 Jahren gezogen. Der Zeitraum der Durchführung lag zwischen dem 30. Oktober und 3. November 2017. 

Bildquellen:

Kontaktloses Bezahlen per Kreditkarte: ing-diba.de
Frau zahlt per Kreditkarte: Gpointstudio | Dreamstime.com
Mobile Payment: gi-de.com
Bargeld abheben: db.com
Kontaktlos bezahlen per Deutschland-Kreditkarte: 27259621 Mihail Degteariov | Dreamstime.com

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