Lieferdienst Gorillas plant eigene Kreditkarte 29.07.2021

Lieferdienst Gorillas plant eigene Kreditkarte

Gorillas liefert Lebensmittel innerhalb von 10 Minuten. Doch schon bald könnte das Berliner Startup auch eine eigene Kreditkarte auf den Markt bringen.

Schneller als du mit Karte und Konto?

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Bei immer mehr Startups spielen Finanzdienstleistungen eine wichtige Rolle. Das zeigt sich etwa beim Lebensmittel-Lieferanten Gorillas. Das Berliner Unternehmen hat in seiner Jahrespräsentation angekündigt, dass es zukünftig mit einem eigenen Zahlungsmittel plant. Dafür könnte es zum Beispiel mit der Solarisbank aus Berlin oder Swan aus Frankreich kooperieren. 

Damit könnte Gorillas unabhängig von Finanzdienstleistern werden und zusätzliche Einnahmen generieren. Das Startup ist nicht das erste, dass einen solchen Weg geht. Finanzdienstleistungen mit dem eigentlichen Geschäftszweck zu verbinden, wird vielmehr immer öfter zur Norm.

Kreditkarte und Girokonto vom Lieferstartup

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Der Plan für eine eigene Kreditkarte geht aus einer Präsentation des Startups hervor, das den Magazinen Finance Forward und Capital exklusiv vorliegt. Demnach gehört die Kombination aus einer Kreditkarte mit einem dazugehörigen Girokonto (wie bei der DKB) zur konkreten Strategie von Gorillas für die kommenden Jahre. Wann genau es losgehen sollen, ist noch nicht klar.

Dennoch zeigt sich an dem Beispiel gut, dass immer mehr bankenfremde Unternehmen in den Kreditkartenvergleich drängen. Schon bald könnte das Angebot ganz anders aussehen. Ähnlich wie in den USA könnten dann Karten von Unternehmen dominieren. In Deutschland gibt es schon jetzt Karten von Unternehmen. Allerdings sind diese in der Regel kostenpflichtig, wie zum Beispiel: 

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Vom Startup zum Fintech

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Generell ist zu beobachten, dass junge Unternehmen öfter zu sogenannten Fintechs werden (wollen). Hierbei handelt es sich um Startups, die sich auf die Weiterentwicklung von Finanzdienstleistungen spezialisieren und diesen Markt oft auch revolutionieren wollen. In diesen Bereich fallen etwa die N26 Bank mit ihrer N26 Mastercard oder auch die Klarna Bank.

Allerdings sind diese Angreifer nur die erste Gefahr für traditionelle Banken in Deutschland. Denn auch Firmen aus ganz anderen Bereichen drängen nun in den Markt für Zahlungsdienstleistungen. Das Beispiel von Gorillas macht das mehr als deutlich.

Kundenbindung durch Kreditkarten

Der Plan dahinter ist seitens Gorillas vielfältig: Das Berliner Startup möchte Kunden die Kreditkarte und das Girokonto durch Rabatte für Lieferungen versüßen. Darüber hinaus scheint eine generelle Art von Loyalitäts-, Rabatt- oder Cashback-Programm möglich. Damit würde Gorillas zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen würde die Firma erstmals auch Geld mit Finanzdienstleistungen verdienen. Zum anderen würden die Kunden durch den Rabatt häufiger bei dem Startup bestellen.

Doch ob es so weit überhaupt kommt, gilt noch abzuwarten. Aktuell kämpft Gorillas noch immer mit den eigenen Arbeitnehmern um deren Arbeitszeiten und den Lohn. Von Gewinnen ist das Startup zudem weit entfernt.

Bildquellen:

Gorillas-Tüte: unsplash.com | Jonas Allert

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