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Mastercard testet NFC-Schlüsselbund

07.01.2019

Bei Mastercard denkt man automatisch an eine herkömmliche Kreditkarte. Doch Mastercard arbeitet längst auch in anderen Bereichen an Lösungen – zum Beispiel an einer Schule in Tschechien.

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„Mastercard, das ist doch eine klassische Kreditkarte“. Diesem Statement würden sich vermutlich die meisten Verbraucher anschließen. Vollkommen falsch ist die Aussage natürlich nicht. Denn das Mastercard-Logo taucht auf vielen Millionen Kreditkarten auf. Auch an den Akzeptanzstellen im handel befindet sich das Symbol mit den zwei Kreisen. 

Doch Mastercard konzentriert sich nicht nur auf Kreditkarten. Der US-Konzern investiert seit Langem in verschiedene Technologien. Diese haben zwar meist mit dem Bezahlen zu tun, aber längst nicht mehr nur mit der klassischen Kreditkarte.

Kontaktloses Bezahlen eröffnet neue Möglichkeiten

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Besonders Potenziale scheint Mastercard beim kontaktlosen Bezahlens per NFC zu sehen. Dieses macht nicht nur Zahlungen mit einer Kreditkarte einfacher, sondern auch viele andere Transaktionen. Wer eine kontaktlose Kreditkarte hat, kann mittlerweile bei vielen Händlern innerhalb von Sekunden bezahlen. Hinzu kommen ganz neue Möglichkeiten zur Nutzung der Kreditkarte. Hierzu gehört beispielsweise die Zahlung an den WC-Anlagen von Sanifair. Denn wer hat schon immer 50 oder 70 Cent passend dabei. Aber auch an anderen Stellen bringt NFC Geschwindigkeits- und Praktikabilitätsvorteile mit sich.

Denn die NFC-Technologie ist keineswegs nur für das kontaktlose Bezahlen wichtig. Neben Mastercard haben auch andere Unternehmen erkannt, dass Funk-Chips vielseitig einsetzbar sind. Entsprechend gibt es zum Beispiel NFC-Karten, um Türen zu öffnen oder um Pakete abzuholen. Auch rund um die Verpflegung von Mitarbeitern hat sich die Technologie etabliert. So können über NFC-Karten beispielsweise Transaktionen in einer Kantine abgerechnet werden. Dafür muss keine echte Kreditkarte von der Partie sein. Diese neuen Möglichkeiten versuchen Mastercard, Visa und auch Konzerne außerhalb der eigentlichen Kreditkarten-Welt zu nutzen, um mehr anzubieten als nur kostenlose Kreditkarten.

Smarte Schule durch NFC

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Wie das genau aussehen kann, zeigt ein Beispiel aus Tschechien. Hier arbeitet Mastercard gemeinsam mit den regionalen Behörden an einer smarten Schule. Das klingt im ersten Moment noch nicht zwingend nach einem Projekt, bei dem ein Kreditkarten-Konzern mit von der Partie sein müsste. Doch der sogenannte smarte Schlüsselbund ist ein perfektes Beispiel dafür, dass mit NFC deutlich mehr möglich ist, als nur bezahlen. Mastercard arbeitet vielmehr an einer Lösung, mit der auch junge Menschen den Alltag an der Schule bestreiten können. Dabei geht es weit über das Thema Bezahlen hinaus. Schon länger wird beispielsweise auch darüber nachgedacht, aus einem NFC-Chip eine Art Ersatz-Personalausweis zu machen, den man „scannen“ kann.

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Ganz so weit geht die Lösung in Tschechien noch nicht. Denn die Basis des neuen Schlüsselbundes ist auch weiterhin eine Bezahlmöglichkeit. Das Produkt ist jedoch nur etwa ein Viertel so groß wie eine "normale" Kreditkarte. Es kann jedoch nicht für herkömmliche Zahlungen im Internet oder im Einzelhandel genutzt werden. Das wäre bei einer Lösung für eine Schule wohl auch nicht der richtige Weg. Stattdessen hat der digitale Schlüsselbund einen klaren Bereich, in dem er eingesetzt werden kann. Hierzu gehören allen voran die Kantine, aber auch ein Automat auf dem Schulgelände. Das modulare System hat noch weitere Komponenten, die schon aktiv sind oder über die Zeit noch dazukommen können.

Ein perfektes Beispiel ist die Bestellung des Essens für die Kantine. Am Terminal im Eingangsbereich der Schule können Nutzer das Mittagessen auswählen und per NFC bezahlen. Später kann das Essen dann wieder mit dem digitalen Schlüsselbund abgeholt werde. Vom Bezahlvorgang bekommt das Kind allerdings nichts mit. Die Eltern können zudem überprüfen, was das Kind isst und so darauf achten, dass auch die Ernährung ausgewogen ist. Damit aber noch nicht genug. Denn mit den gewonnenen Daten kann auch die Kantine besser steuern, wie viel und welches Essen besonders nachgefragt wird.

Nutzung als Zahlkarte steht im Hintergrund

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Dass das neue Projekt von Mastercard mit einer normalen Kreditkarte nicht viel zu tun hat, zeigt auch, dass an der tschechischen Schule gerade einmal jeder Fünfte überhaupt die Bezahlfunktion der Karte aktiviert hat. Sofern dies geschieht, können die Kinder die Karte auch zu Zahlungen in der Kantine oder an einem extra eingerichteten Automaten einsetzen. An diesem können die Kinder beispielsweise einen Block, ein Heft oder einen Stift kaufen – ein modernes Schreibwarengeschäft sozusagen. Nicht nur kommen die Kinder so an die notwendigen Materialien. Durch die technologische Verknüpfung kann der Automat auch nachbestellen, sobald ein Produkt bald ausverkauft ist. Damit sinkt der Verwaltungsaufwand.

Genutzt werden kann die Karte als Zahlungsmittel auf Prepaid-Basis. Das heißt konkret, dass die Eltern die Karte mit einem bestimmten Betrag aufladen können, welchen die Schüler dann einsetzen können. Dies gilt aber nur für Zahlungen im eigens eingerichteten Öko-System. Dadurch wird gewährleistet, dass die Prepaid-Karte nicht für andere Zahlungen eingesetzt werden kann. Gerade deshalb kommt das Produkt auch für kleinere Kinder in Frage. Die tägliche Verpflegung ist über die Technologie dennoch möglich. Auch für die Anschaffung von Schulmaterialien sind die jungen Menschen gerüstet und müssen nicht jedes Mal extra nachfragen. Die Eltern können sich nämlich auch einfach benachrichtigen lassen, wenn das Guthaben aufgebraucht ist – und natürlich überprüfen, wofür das Geld ausgegeben wurde.

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Dass es sich bei dem smarten Schlüsselbund durchaus um ein Zukunftsprojekt handelt, zeigt auch die einfache Erweiterung des Ökosystems. Die Karte kann etwa auch genutzt werden, um Türen zu öffnen, in die Turnhalle zu kommen oder ein Buch auszuleihen. Mittlerweile kann zumindest die Bezahlfunktion zudem auch bei ausgewählten anderen Partnern der Schule genutzt werden, etwa in der städtischen Bücherei. Man sieht also, dass die kontaktlose Kreditkarte bei Weitem nicht das einzige Produkt ist, das durch NFC deutlich praktischer wird. In den kommenden Jahren könnten Unternehmen wie Mastercard weit mehr anbieten als klassische Kreditkarten. Man kann entsprechend gespannt sein, wann ähnliche Projekte auch in Deutschland starten.

Bildquellen:

Symbolbild - Schlüsselanhänger & Logo: pixabay.com | OpenClipart-Vectors
zwei Kreditkarten: pixabay.com - Pettycon
kontaktlos bezahlen per NFC: pixabay.com - kalhh
Schüler in der Bibliothek: Wavebreakmedia Ltd | Dreamstime
Mastercard kontaktlos: newsroom.mastercard.com
Mastercard-Logo auf Glas: Alexey Novikov | Dreamstime

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