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MasterCard und PayPal gehen gegen Urheberrechtsverletzungen vor

22.09.2015

Eigentlich sind sie alle drei Konkurrenten: Visa, MasterCard und PayPal arbeiten nur selten zusammen. In Frankreich allerdings haben sie auf Initiative der Regierung eine Partnerschaft geschlossen, um gegen Urheberrechtsverstöße vorzugehen. Dafür wollen die drei Unternehmen eine schwarze Liste erstellen, um bestimmten Unternehmen Transaktionen mit Visa, MasterCard und PayPal zu verbieten.

Visa und MasterCard findet man heutzutage hauptsächlich im Kreditkarten-Vergleich. Die beiden größten Kreditkartenkonzerne der Welt sind große Konkurrenten: In Deutschland, in den USA und selbstverständlich auch in Frankreich. Doch wer im Kreditkarten Vergleich konkurriert, muss noch lange nicht auch in anderen Bereichen spinnefeind sein. In Frankreich haben sich die beiden Kreditkartenriesen nun mit einem anderen Konkurrenten – dem bekannten Zahlungsdienstleister PayPal – zusammengeschlossen, um den Kampf gegen illegale Downloads und illegales Streaming im Internet aufzunehmen. Gemeinsam wollen sie eine schwarze Liste von Unternehmen und Websites aufzustellen, die kein Konto bei einem der drei Großunternehmen haben dürfen. Bislang sind Urheberrechtsverletzungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zwar schon verboten, nun wollen die drei Konzerne aber noch härter dagegen vorgehen.

Werbeeinahmen durch Urheberrechtsverletzungen

Man kennt Visa und MasterCard nicht nur aus dem Kreditkartenvergleich, sondern auch aus der Werbebranche. Wer sich die Fußball Champions League anschaut, der kommt nicht darum herum, mehrmals pro Spiel das Logo von MasterCard zu sehen. Wer sich für die Fußball Weltmeisterschaft interessiert, dem sticht das Visa-Logo bei allen offiziellen Spielen sofort ins Auge. Visa und MasterCard nutzen diese Plattformen für Marketing und bezahlen den Veranstaltern dafür Geld. Ähnlich läuft auch das Geschäft von Webseiten, die mit Urheberrechtsverletzungen Geld verdienen. Sie platzieren auf ihren Webseiten Werbung von anderen Unternehmen, die weniger strenge Richtlinien als Visa und MasterCard haben und verdienen immer dann mit, wenn ein User die jeweilige Seite anklickt. So kommen bei einigen Unternehmen zehntausende Euro zusammen.

Transaktionen zukünftig nicht mehr über offizielle Wege

Wer sich diese Werbeeinahmen auszahlen lassen möchte und auf der Schwarzen Liste steht, der muss sich zukünftig andere Wege suchen. MasterCard, Visa und PayPal wollen ihre Konten nicht mehr für Unternehmen, die mit Urheberrechtsverletzungen in Zusammenhang stehen, zur Verfügung stellen. Die Zahlungsabwicklung müsste entsprechend in dunkle Kanäle abwandern. Schwierig wird es für die Plattformen zukünftig auch, Premium-Content anzubieten. Bislang kann man sich Zugang meist entweder per PayPal oder mit einer Kreditkarte kaufen. Landet ein Unternehmen auf der schwarzen Liste, ist auch das zukünftig nicht mehr möglich. In Kooperation mit der französischen Regierung wollen MasterCard, Visa und PayPal darüber hinaus weitere Schritte prüfen. Die französischen Behörden entscheiden schlussendlich sogar über eine Sperrung der Webseite.

Konzerne mit Gewissen

Schon lange fällt auf, dass Visa und MasterCard nicht nur an den Gewinnen aus dem Kreditkartenvergleich interessiert zu sein scheinen. Beide Konzerne arbeiten in der ganzen Welt in humanitären Projekten mit und entwickeln – sicherlich auch mit einem gewissen Eigeninteresse – technische Netzwerke in Entwicklungs- und Schwellenländern weiter. Natürlich sichern Visa und MasterCard sich so auch zukünftige Absatzmärkte, doch zuallererst profitieren die Menschen von den neuen Möglichkeiten, die Visa und MasterCard schaffen. Beide Konzerne sind übrigens auch in der Sportförderung groß vertreten. Kreditkartenkonzerne sind eben doch auch etwas anderes als profitorientierte Unternehmen, die dem Kunden nur schaden wollen.

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