Mastercard will biometrische Zahlungen anbieten

12.06.2018
Mastercard will biometrische Zahlungen anbieten

Bereits ab April 2019 will Mastercard in Deutschland die Verifizierung von Zahlungen mittels Biometrie groß ausrollen. Doch funktioniert das auch wirklich?

Mastercard ist in technischen Dingen bereits seit Jahren ein Vorreiter. Egal, ob es um Wallet-Lösungen wie MasterPass oder Entwicklungen rund um die Kartensicherheit, beispielsweise die doppelte Verifizierung über Mastercard SecureCode geht – die US-Gesellschaft ist im Bereich der Zahlungsabwicklung zweifelsfrei eines der interessantesten Unternehmen. In den kommenden Jahren könnten Sie als Kunde sogar noch mehr davon profitieren, denn Mastercard arbeitet aktuell intensiv an einer neuen Option zur Verifizierung von Kartenzahlungen. Bereits ab April 2019 soll in Deutschland die Zahlungsverifizierung anhand von biometrischen Daten ausgerollt werden – damit wäre Mastercard der erste Kartenanbieter, der eine solche Technologie zur Verfügung stellt.

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Mastercard-Kunden haben es ab April 2019 einfacher

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Wer eine Mastercard im Portemonnaie hat, sollte es in Zukunft deutlich einfacher haben, wenn es um die Verifizierung einer Zahlung geht. Bislang müssen Sie eine Zahlung entweder per PIN oder mit einer Unterschrift verifizieren. Alternativ können Sie Beträge bis 25 Euro über die NFC-Technologie meist komplett ohne Verifizierung bezahlen. Gerade die Near Field Communication (NFC) hat das Einkaufserlebnis schon deutlich simpler und komfortabler gemacht und spart für Händler und Kunden gleichermaßen viel Zeit. 

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Bereits heute testet Mastercard in insgesamt 37 Ländern verschiedene Verifizierungsoptionen per Biometrie – auch in Deutschland gibt es schon Testprojekte. Doch die Technologie scheint deutlich weiter, als man denken mag. Bereits im April 2019 will Mastercard mit einem großen Rollout der neuen Verifizierungsoption in Deutschland beginnen. Alle Vertragspartner von Mastercard in Deutschland, darunter alle kartenausgebenden Banken, wurden beauftragt, ihren Kunden ab diesem Zeitpunkt entsprechende Lösungen anbieten zu können.

Ähnlich wie bei der NFC-Technologie könnte die tatsächliche Einführung bei allen Karten und Kartenterminals allerdings noch Jahre dauern. Auch heute haben viele Altkarten noch kein NFC, sodass Sie diese nicht für kontaktlose Zahlungen nutzen können. Die Zahlung per Biometrie wird voraussichtlich also auch in den Jahren 2019 und 2020 allen voran bei neu ausgegebenen Kreditkarten zur Verfügung stehen. Konkretere Details zur Strategie von Mastercard und den Partnerbanken folgen voraussichtlich in den kommenden Monaten.

Mastercard Identity Check ist bereits in 37 Ländern verfügbar

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Die große Einführung in Deutschland kommt deutlich später als in vielen anderen Ländern. Schon heute gibt es Mastercard Identity Check in insgesamt 37 Ländern weltweit. Die neue Authentifizierungstechnologie ermöglicht es Verbrauchern, sich bei der Zahlung anhand Ihrer Iris, Ihres Fingerabdrucks oder eines Geschichtsscans zu identifizieren. Die Identifizierung funktioniert dabei immer durch ein zusätzliches Mobilgerät, also zum Beispiel ein Smartphone. Das Besondere an der Technologie ist, dass Sie Mastercard Identity Check sowohl für Zahlungen im Internet als auch in Ladengeschäften einsetzen können und damit eine besonders große Flexibilität haben.

Konkret funktioniert die neue Möglichkeit zur Zahlungsverifizierung nach einem einfachen Muster. Sie führen ganz normal eine Zahlung bei einem Händler durch, müssen dabei aber nicht beispielsweise eine SMS-TAN (Online-Zahlung) oder eine PIN (Offline-Zahlung) einsetzen. Stattdessen erhalten Sie an Ihrem Smartphone von einer entsprechenden App eine Push-Benachrichtigung. Danach können Sie direkt an Ihrem Mobilgerät die Verifizierung durchführen. Relevant ist dabei natürlich, dass Ihr Smartphone die entsprechende Technologie auch anbietet.

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Mastercard bewirbt die Technologie damit, dass Sie durch diese schneller, einfacher und sicherer bezahlen können. Ob dies in der Praxis auch wirklich so sein wird, bleibt abzuwarten. Besonders fraglich ist, ob möglicherweise physische Probleme rund um die Verifizierung – etwa bei Problemen mit der Kamera oder dem Fingerabdruckscanner zu Hindernissen führen können. Technische Fehler am mobilen Endgerät könnten ebenso zu einer Schwierigkeit werden. Zudem sind von der neuen Technologie voraussichtlich alle Verbraucher ausgeschlossen, die über kein modernes Smartphone verfügen. Zumindest zuhause soll aber wohl auch eine Identifizierung über ein Tablet möglich sein – zum Beispiel beim Online-Shopping.

Verbraucher befürworten die Identifizierung per Biometrie

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Die Identifizierung per Biometrie scheint allerdings nicht nur bei Mastercard ein großes Ding zu sein, auch die Verbraucher scheinen die neue Technologie anzunehmen. Eine Studie der Oxford University zeigt, dass 93 Prozent der Kunden eine biometrische Identifizierung einem Passwort vorziehen. Auch bei den Banken scheint der Zuspruch hoch zu sein, denn insgesamt 92 Prozent aller befragten Bankfachleute gaben an, die Technologie einführen zu wollen. Die Chancen, dass sich die Verifizierung durch Biometrie durchsetzen wird, stehen entsprechend sehr gut.

Auch die Online-Händler setzen scheinbar Hoffnungen in die neue Art der Verifizierung. Nach Angaben von Mastercard könnte diese neue Option dazu führen, dass Käufe im Online-Handel seltener abgebrochen werden. Der Konzern gibt an, dass es bei der Verwendung von Biometrie insgesamt 70 Prozent weniger Zahlungsabbrüche bei Online-Einkäufen gebe. Beachten sollte man allerdings, dass Mastercard über diese Studie nicht viele weitere Details verrät. In Deutschland ist die Zahl der Zahlungsabbrüche bei der Zahlung im Online-Handel unterdurchschnittlich.

Mehr Sicherheit und Komfort im digitalen Raum

Mastercard sieht die Vorteile der Identifizierung per Biometrie allen voran im digitalen Raum. Die biometrische Verifizierung ist auch nur Teil eines Aktionsplans von Mastercard zur Verbesserung des Kundenerlebnisses im digitalen Raum. Zudem will das Unternehmen Händlern außerdem weitere Technologien zur Verfügung stellen, die zum Beispiel zu einer einfacheren Abrechnung führen sollen. Besonders im Fokus von Mastercard steht es dabei, dass die Zahl der Zahlungsabbrüche weiter sinkt.

Wenn die Verifizierung per Biometrie wirklich einfach und unkompliziert wird, erscheint es tatsächlich möglich, dass sich die Bemühungen von Mastercard auszahlen. Passwörter, PINs und andere Verifizierungsoptionen sind vielen Verbrauchern ein Dorn im Auge. Ob die Biometrie all diese Probleme wirklich lösen kann und vollkommen sicher ist, muss sich erst noch zeigen. Man kann gespannt sein, wie die Realität ab dem Jahr 2019 aussieht.

Bildquellen:

Handy in den Händen: © Radu Razvan Gheorghe | Dreamstime Stock Photos
Mastercard-Logo: Alexey Novikov | Dreamstime
Fingerabdruck auf Smartphone: MSLGroup Germany GmbH/Mastercard
Mastercard Identity Check: Mastercard
Apple Pay und Mastercard: mastercard.com
Smartphone in Händen: Creativecommonsstockphotos | Dreamstime Stock Photos