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07.10.2015

Geld abheben an Girokonten von Fremdbanken wird deutlicher teurer. Eine Vereinbarung, dass Abhebungen mit Girokarten maximal 1,95 Euro kosten dürfen, haben die Deutsche Bank und die Commerzbank gekündigt. Sparkassen und Volksbanken hatten sich schon zuvor geweigert, dem System beizutreten. Sie verlangten bereits zuletzt Gebühren von teilweise über 4 Euro.

Wer keine kostenlose Kreditkarte mit der Funktion für gebührenfreie Abhebungen im Geldbeutel hat, für den könnte das Geldabheben in Deutschland bald deutlich teurer werden. Bislang waren Abhebungen an Geldautomaten mit einer Girokarte nur dann teuer, wenn man sich entweder für einen Automaten der Sparkassen oder der Raiffeisenbanken entscheidet. Diese Institute nehmen auch heute teils Gebühren von über vier Euro, wenn Kunden mit einer Karte eines anderen Instituts Geld abheben wollen. Nun ändert sich die Praxis allerdings auch bei anderen großen Banken. Sowohl die Commerzbank als auch die Deutsche Bank erheben in Zukunft eine deutlich höhere Gebühr für Abhebungen mit Girokarten anderer Institute. Auch die Postbank und die Essener National-Bank wollen folgen.

3,95 Euro statt bisher 1,95 Euro

Wer eine Girokarte und keine gebührenfreie Kreditkarte im Geldbeutel hat, der bezahlt etwa bei der Deutschen Bank zukünftig eine Gebühr von 3,95 Euro statt bislang 1,95 Euro für Abhebungen am Geldautomaten. Voraussetzung ist, dass man keine Girokarte der Cash Group im Geldbeutel hat. Kunden einer Bank der Cash Group können auch zukünftig gebührenfrei an Automaten der Deutschen Bank Geld abheben. Die Commerzbank plant im Oktober ebenfalls eine Gebührenerhöhung von 1,95 Euro auf 3,90 Euro. Damit ist das Institut zwar noch etwas günstiger als die Deutsche Bank, dennoch sind Abhebungen für Fremdkunden zukünftig doppelt so teuer.

Marktpreis liegt höher als 1,95 Euro

Deutsche Bank und Commerzbank begründen den Schritt damit, dass man die Abhebungen im aktuellen Marktumfeld schlichtweg nicht mehr unter Marktpreis anbieten könne. Dieser liege derzeit bei über 1,95 Euro für jede Abhebung eines Fremdkunden, heißt es etwa von der Commerzbank. Damit ist es allerdings auch nur noch eine Frage der Zeit, bis Kunden von Cash Group Instituten bei anderen Banken ebenfalls draufzahlen müssen. Am Ende steht der Verbraucher als Verlierer da, denn die Deckelung der Gebühren auf 1,95 Euro wurde einst als großer Erfolg gefeiert. So werden Abhebungen mit einer Girokarte deutlich teurer und lohnen sich entsprechend eigentlich nur noch an Automaten der eigenen Bank oder Automaten von Instituten aus derselben Bankengruppe. Glücklicherweise gibt es eine Alternative: Viele Direktbanken bieten eine gebührenfreie Kreditkarte zur komplett kostenlosen Bargeldversorgung.

Mit der Kreditkarte überall kostenlos an Bargeld

Wer etwa bei der Deutschen Kreditbank (DKB) oder der comdirect ein Konto eröffnet, der erhält automatisch auch eine kostenlose Kreditkarte zugesendet. Mit dieser ist es möglich, an allen Geldautomaten in Deutschland, die mit einem Visa-Emblem versehen sind, kostenfrei Geld abzuheben. Die kostenlosen Kreditkarten erlauben es auch an Automaten von Raiffeisenbanken und Sparkassen, die sich schon anfangs gegen eine Deckelung von Gebühren für Abhebungen mit Girokarten gestellt hatten, ohne Gebühren an Bargeld zu bekommen. Diesen Vorteil kann man zudem auch im Ausland nutzen und somit im Vergleich zu Girokarten richtig sparen. Am Ende könnten sich Commerzbank und Deutsche Bank ins eigene Fleisch schneiden, denn viele Kunden werden einfach zu den Direktbanken mit ihren attraktiveren Angeboten abwandern.

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