Müssen sich die Banken vor GAFA schützen?

16.09.2018
Müssen sich die Banken vor GAFA schützen?

Egal, ob es um das Girokonto oder die Kreditkare geht. Der Begriff GAFA macht den Banken aktuell Angst und Bange – doch was ist eigentlich damit gemeint?

Es gibt Abkürzungen, die kennt man nur, wenn man sich mit einem Thema auseinandersetzt. Ein gutes Beispiel ist GAFA. Wer nicht gerade ständig mit Finanzdienstleistungen und sozialen Netzwerke arbeitet, hat davon wohl noch nichts gehört. Die Abkürzung steht für Google (G), Amazon (A), Facebook (F) und Apple (A).

Moment: Hieß es nicht gerade noch, dass es um Finanzdienstleistungen geht? Genau, denn in der deutschen Finanzszene macht gerade die Furcht vor GAFA die Runde. Die Tech-Konzerne dominieren zwar einen ganz anderen Markt. Doch das hat sie bislang noch nie aufgehalten, in neue Bereiche vorzustoßen.

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GAFA wagt erste Gehversuche

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Wer sich denkt, dass es sich hier sicherlich nur um Zukunftsmusik oder Science-Fiction handelt, ist auf dem Holzweg. Die Revolution in der Finanzwelt hat schon lange angefangen. Nur in Deutschland ist sie noch nicht komplett angekommen. Google, Amazon, Facebook und Apple sind nämlich längst im Bereich der Finanzdienstleister tätig. Alle mit einem etwas abgewandelten Modell. Amazon beispielsweise wickelt Zahlungen auf der eigenen Plattform sowie bei vielen Partnerhändlern über die Plattform Amazon Payments ab. Als Kunde merkt man davon wenig, da man immer noch mit seiner eigenen Kreditkarte oder einem anderen Zahlungsmittel bezahlt. Doch im Hintergrund zieht Amazon rund um die Zahlung bereits die Fäden.

Auch Apple und Google lassen sich nicht lumpen und bieten ihre Wallet-Lösungen bereits weltweit in vielen Ländern an. Mit Apple Pay und Google Pay können Sie z.B. inkl. einer hinterlegten Kreditkarte im Einzelhandel mit einem Smartphone oder einem Wearable bezahlen. In Deutschland ist Apple damit bislang noch nicht gestartet. Google wagt aber bereits seit Ende Juni 2018 erste Gehversuche, u.a. in Kooperation mit der comdirect. In den USA und auf vielen andere Märkten gewinnen Apple und Google allerdings schon seit wenigen Jahren schnell Marktanteile.

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Damit aber noch lange nicht genug. Denn technische Finanzdienstleistungen scheinen auf den ersten Blick generell noch nah dran an dem, was Amazon und Co. auch bereits im Internet tun. Doch es bleibt keineswegs bei Dingen wie einer Wallet-Lösung. Apple hat gerade in den USA eine erste Kreditkarte angekündigt, die gemeinsam mit Goldman Sachs herausgegeben werden soll. Amazon arbeitet an einem Amazon-Girokonto und auch Google will ähnliche Dienstleistungen schon bald anbieten. Mark Zuckerberg und seine Firma Facebook denken zudem schon lange darüber nach, bestehende Kunden auch durch Finanzdienstleistungen besser und enger zu binden. Die technische Revolution der traditionellen Finanzwelt ist also schon längst keine Science-Fiction mehr. Vielmehr steht die Revolution erst noch aus.

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Die Deutschen sind bezüglich GAFA eher skeptisch

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Apple und Google sind mit ihren Wallet-Lösungen in Deutschland recht spät dran. Sie haben ihre technischen Innovationen sogar in Schwellenländern schneller an den Mann gebracht. Dies hat einen Grund: Die Deutschen sind beim Thema Finanzen generell recht konservativ. Das zeigt auch eine YouGov-Umfrage, in der 4.067 Personen im Rahmen einer Mehrthemenbefragung teilgenommen haben. Die repräsentativen Ergebnisse zeigen, dass die Deutschen den vier Tech-Konzernen GAFA eher skeptisch gegenüberstehen. Die Revolution kann technisch also schon bald kommen, ob sie die Deutschen auch annehmen, ist eher fraglich.

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Finanzprodukten und Versicherungen im Allgemeinen bei Apple, Google, Amazon und Facebook stehen die Deutschen zwar weniger kritisch gegenüber als einzelnen Produkten. In Frage kommt dies dennoch aber nur für 22 Prozent der Befragten. Knapp vier Fünftel der Deutschen können es sich also nicht vorstellen, ihr Konto zu einem der großen Tech-Konzerne zu wechseln. Die Experten von YouGov sind überrascht, dass der Anteil mit 22 Prozent überhaupt so hoch liegt. Die Deutschen sind bei Finanzprodukten in Kombination mit modernen Technologien noch zurückhaltender. GAFA scheint bei den Verbrauchern so schlecht also gar nicht anzukommen.

Deutlich skeptischer sind die Verbraucher, wenn es um konkrete Produkte geht. Ein Girokonto, einen Kredit oder ein Tagesgeldkonto bei einem der vier großen Tech-Konzerne können sich 14 Prozent der Befragten vorstellen. Bei einem Aktiendepot (12 Prozent) und einem Bausparvertrag (10 Prozent) sind die Zweifel sogar noch größer. Die Zahlen klingen im ersten Moment niedrig. De facto ist diese Skepsis bezüglich Finanzprodukten aber tief in der Gesellschaft verankert. Deswegen haben die Zahlen für GAFA wohl keine abschreckende Wirkung. Einen potenziellen Kundenkreis von mehreren Millionen scheint es laut der YouGov-Umfrage zu geben.

Jüngere sind GAFA-Produkten gegenüber offen

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YouGov hat im Rahmen der Analyse auch noch einen Blick auf die Menschen geworfen, die den Produkten von Amazon & Co. offen gegenüberstehen. Hierbei handelt es sich allen voran um Verbraucher unter 30 Jahren, die häufig auch als sogenannte „Digital Natives“ bezeichnet werden. Sie sind mit Apple, Facebook, Google sowie Amazon aufgewachsen und vertrauen den Firmen daher mehr als der Bevölkerungsschnitt. YouGov verweist aber auch darauf, dass 30- bis 50-jährige Verbraucher überdurchschnittlich häufig einem Finanz- oder Versicherungsprodukt bei einem der großen Tech-Konzerne gegenüber offen sind.

Auch das Einkommen scheint eine gewisse Rolle zu spielen. Denn mit einem durchschnittlichen Einkommen von mehr als 3.000 Euro sind die an Produkten von GAFA interessierten Verbraucher gemeinhin eher wohlhabend. Auch die Konsumfreude und die Offenheit gegenüber Krediten ist deutlich höher als in anderen Zielgruppen. Man sieht gut, dass Google, Amazon, Facebook und Apple gerade in einer lukrativen Zielgruppe besonders gute Chancen haben. Zwar haben in dieser Zielgruppe auch andere Unternehmen, etwa der Zahlungsdienstleister PayPal und sogar die Sparkassen, einen guten Ruf. Chancenlos ist GAFA sicherlich nicht. Dass es bald eine kostenlose Kreditkarte von Apple, ein Girokonto von Amazon oder einen Zahlungsservice von Facebook gibt, ist alles andere als Science-Fiction. Bleibt eine Frage: Wie reagieren klassischen Banken auf die Entwicklung?

Bildquellen:

Smartphones in den Händen: unsplash.com - rawpixel
Google Pay: Google Pay-Screenshot
Amazon-Gutschein: Amazon/eigene
Facebook im Auge: pixabay.com - geralt
Apple Pay: Apple/visa.de
Menschen mit verschiedenen Mobilgeräten: Rawpixelimages | Dreamstime.com