Nachhaltiger Konsum per Kreditkarte

04.03.2020
Nachhaltiger Konsum per Kreditkarte

Gutes tun mit der Kreditkarte? Dies ist laut einem schwedischen Startup möglich, verspricht zumindest Doconomy.

CO²-frei dank Doconomy

Sogenannte Fintechs gibt es weltweit mittlerweile wie Sand am Meer und keineswegs alle Ideen sind bahnbrechend. Das gilt auch für den Kreditkartenmarkt, der immer wieder mit neuen Angeboten überschwemmt wird.

Interessant ist allerdings ein Blick auf eine Idee in Schweden. Denn dort hat das Startup Doconomy die sogenannte DO Black-Kreditkarte auf den Markt gebracht. Es handelt sich zwar nicht um eine kostenlose Kreditkarte. Doch Inhaber der Karte können mit ihren Zahlungen zumindest etwas Gutes tun und ihren eigenen Konsum in Sachen CO²-Fußabdruck besser einschätzen. 

DO Karte bewertet den Konsum

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Die Idee hinter der Karte von Doconomy ist neu. Denn bislang sind "grüne Karten" (wie die von Tomorrow) nach einem einfachen Muster aufgebaut: Ein Teil der Umsätze bzw. Gebühren wird an verschiedene Projekte gespendet.

Doch Doconomy geht einen Schritt weiter und hält den Nutzern einen Spiegel vor. Der gesamte Konsum mit der Karte wird nach der Nachhaltigkeit bewertet. Es gibt sogar ein CO²-Limit. Gemessen wird dies anhand des sogenannten Aland-Index. Dieser misst den ökologischen Fußabdruck des Konsums und zeigt somit klar auf, welche Umsätze „gut“ und welche „schlecht“ sind.

Vorschläge für Verhaltensänderungen beim Konsum

Die DO Karte zeigt allerdings nicht nur, ob ein Nutzer gut oder schlecht handelt, sondern gibt gleichzeitig auch Tipps zur Verhaltensänderung und zeigt gleichzeitig Kompensationsmaßnahmen auf. Nutzer dürfen sich also darüber freuen, dass sie gute Alternativen angeboten bekommen, um in Zukunft nachhaltiger zu kompensieren.

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„Schlechter Konsum“ kann zudem über passende Kompensationsmaßnahmen wieder ausgeglichen werden. Damit aber nicht genug. Denn wer sich im Sinne der Macher als „gut“ verhält, erhält auch noch sogenannte DO Credits, die wie eine Art Cashback funktionieren. Bei ausgewählten Händlern können Nutzer diesen in verschiedene UN-zertifizierte Klimaschutzprojekte investieren.

Grüne Kreditkarte in Deutschland

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Die DO-Kreditkarte wird nachhaltig hergestellt. Sie ist allerdings noch nicht in Deutschland erhältlich (im Gegensatz zur Tomorrow Visa Card). Ob sie überhaupt nach Deutschland kommen soll, ist bislang leider nicht bekannt. Wenn dem so sein sollte, darf man sich aber über eine interessante Alternative freuen, wenn man seinen eigenen Konsum in Zukunft nachhaltiger gestalten möchte.

„Mit DO Black gibt es keine Ausreden mehr“, heißt es etwa in der Ankündigung der Karte auf YouTube. Soweit muss man aber gar nicht zwingend gehen. Denn auch mit einer normalen kostenlosen Kreditkarte kann man über seinen eigenen Konsum nachdenken und damit in Zukunft nachhaltiger leben.

Bildquellen:

Doconomy-Kreditkarte Do Black: doconomy | mynewsdesk.com
tomorrow-Karte: tomorrow.one
Zwei Kreditkarten: pixabay.com - Pettycon