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Paydirekt soll PayPal Konkurrenz machen

11.09.2015

Deutschland gilt gewöhnlich nicht als Vorreiter, wenn es um moderne Bezahlformen im Internet geht. Mit Paydirekt allerdings haben die Volks- und Raiffeisenbanken gemeinsam mit den Sparkassen nun ein System vorgestellt, das dem großen amerikanischen Konkurrenten PayPal zumindest ein Dorn im Auge sein könnte. Paydirekt soll sicherer und einfacher zu bedienen sein. Reicht das, um die Kunden zu überzeugen?

Wer in Deutschland im Internet einkauft, der hat die Auswahl zwischen zahlreichen verschiedenen Bezahlarten. Immer beliebter wird dabei die Zahlung mit einer kostenlosen Kreditkarte. Das ist aber noch nicht alles, denn auch die Zahlung mit PayPal, dem bekannten amerikanischen Zahlungsdienstleister, wird immer häufiger in Anspruch genommen. Spannend ist dabei insbesondere, dass man bei PayPal Zahlungen über drei verschiedene Systeme in Anspruch nehmen kann. Einmal ermöglicht es PayPal, einfach und schnell mit der eigenen gebührenpflichtigen oder kostenfreien Kreditkarte zu bezahlen. Darüber hinaus kann man sich Guthaben auf sein PayPal-Konto überweisen und dann mit diesem bezahlen. Und schlussendlich gibt es auch noch die Möglichkeit, Geld direkt vom eigenen Girokonto über PayPal zu einem anderen Händler zu transferieren.

Paydirekt soll PayPal Konkurrenz machen

Dieses praktische System nutzen in Deutschland immer mehr Menschen. Wie in den Reutlinger Nachrichten berichtet wird, nutzen allein in der mittelgroßen Stadt zahlreiche Kunden der Volksbank Reutlingen PayPal. Allein im letzten Jahr wurde ein Betrag in Millionenhöhe über PayPal transferiert. Da überrascht es nicht, dass Raiffeisen- und Volksbanken nach einer Antwort suchen, um das Feld nicht komplett der Konkurrenz zu überlassen. Gemeinsam mit den deutschen Sparkassen haben die großen deutschen Finanzinstitute nun einen Zahlungsdienstleister vorgestellt, der ähnlich oder gar dasselbe leisten soll wie PayPal. Der entscheidende Unterschied: Alles soll sicherer sein.

Paydirekt für Geldtransfers vom Girokonto

Zuallererst fällt aber auf, dass Paydirekt nicht dieselben Funktionen bietet wie PayPal. Beispielsweise kann man über Paydirekt nicht mit einer kostenfreien Kreditkarte, also beispielsweise der Deutschland-Kreditkarte, bezahlen. Mit PayPal ist das nicht nur möglich, die Funktion wird auch sehr gerne und sehr häufig genutzt. Auch Guthaben kann man bei Paydirekt nicht hinterlegen. Verwendet werden kann Paydirekt nur für Geldtransfers vom Girokonto auf ein anderes Girokonto, also im Prinzip wie bei einer Überweisung. Der entscheidende Unterschied liegt dabei, dass noch ein Zwischenhändler zwischengeschaltet ist. Das soll laut Volks- und Raiffeisenbanken für mehr Sicherheit sorgen. So können die Vorteile einer Zahlung per Überweisung mit denen einer Zahlung mit gebührenfreier Kreditkarte, also der direkte Versand ohne Zeitverzögerung und die Sicherheit des Gelderhalts, verknüpft werden. Zusatzkosten sollen dafür nicht anfallen.

Paydirekt soll sicherer sein

Revolutionär klingt das nicht gerade. Die Volks- und Raiffeisenbanken weisen allerdings darauf hin, dass es mehr um eine sicherere als eine revolutionäre Neuentwicklung gehe. Paydirekt ist ein komplett deutsches System, unterliegt also im Gegensatz zu PayPal auch deutschen Gesetzen. Dazu kommt, dass Paydirekt Kunden, die im Online-Handel bestellen, eine 30-tägige Garantie zusichert. Wer die Ware nicht erhält, der kann sein Geld innerhalb dieses Zeitraums zurückfordern. Auch Händler sollen profitieren, denn dadurch, dass die Zahlung direkt über das Girokonto abgewickelt wird, kann Paydirekt prüfen, ob genügend Guthaben vorhanden ist. Zweifelsohne klingt das nicht schlecht. Die Vorteile gegenüber einer regulären kostenlosen Kreditkarte halten sich aber dennoch ziemlich in Grenzen.

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