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Teilzahlung ist ein gefährliches Spiel

26.06.2014

Der Leitzins der Europäischen Zentralbank ist zuletzt auf 0,25 Prozent gesunken. Dass sich das kaum auf die Dispozinsen von Girokontos ausgewirkt hat, ist bekannt. Nicht weniger schlimm wiegt allerdings die Tatsache, dass auch Kreditkartenkunden mit Zinssätzen zur Kasse gebeten werden, die fast sittenwidrig sind. Entsprechend ist Vorsicht geboten, denn die sogenannte Teilzahlungsoption ist meist keine gute Geste, sondern ein Mittel, um Geld zu verdienen.

Ein Blick in die genaue Kostentabelle einer Kreditkarte ist für jeden Kunden bei Abschluss eines Vertrages unerlässlich. Das gilt insbesondere bei Lockangeboten, die auf den ersten Blick sehr viel versprechen. Der Haken findet sich hier oftmals bei ansonsten versteckten Posten. Gerne nehmen Banken, die günstige Kreditkarten vergeben, hohe Gebühren für Abhebungen im Ausland. Andere Institute erheben bei Zahlungen, die über internationale Plattformen abgewickelt werden, Gebühren von bis zu zwei Prozent. Und dann ist da noch die Möglichkeit, hohe Zinsen für die sogenannte Teilzahlungsoption zu nehmen.

Die teure Verlängerung des Zahlungsziels

Die Teilzahlungsoption ist oftmals nicht so positiv, wie sie die Banken gerne verkaufen. Das sollte dem Kunden nicht zuletzt dadurch auffallen, dass diese Option gerne beworben wird, sobald die nächste Rechnung ansteht. Die Kreditkartenbanken mögen dabei auf den ersten Blick sehr großzügig wirken, allerdings handelt es sich bei der Teilzahlungsoption nicht etwa um eine Verlängerung des Zahlungsziels. Stattdessen gehen Kunden mit dieser Option eine Art Kreditvertrag ein – und dieser wird teuer.

Bis zu 20 Prozent Zinsen für die Teilzahlung

Zwar geht die Spanne weit auseinander, manche Banken nehmen allerdings Gebühren, die Kunden nicht einmal mehr von Überziehungszinsen kennen. Gerade bei kostenlosen Kreditkarten ist es verbreitet, dass einige Institute über 18 Prozent, teilweise sogar 20 Prozent Zinsen pro Jahr verlangen, wenn sich Kunden für die Teilzahlungsoption entscheiden. Sollen also 1.000 Euro für ein Jahr gestundet werden, müssen zwölf Monate später schon 1.200 Euro berappt werden. Wenngleich nur wenige schwarze Schafe so hohe Gebühren nehmen, so sollte bedacht werden, dass die wenigsten Banken Zinssätze von weniger als neun Prozent anbieten. Entsprechend lohnt sich eine Verlängerung des Zahlungsziels durch eine Teilzahlung eigentlich nie.

Umschulden ist die bessere Alternative

Stattdessen sollten Verbraucher sich Gedanken darüber machen, ob sie das Zahlungsziel nicht lieber dadurch verlängern, dass sie einen externen Kredit aufnehmen. Mit diesem können die Kreditkartenschulden beglichen werden, eine Teilzahlung ist entsprechend nicht nötig. Das Gute daran: Kunden können bei kleineren Kreditsummen tolle Zinssätze erreichen. Teilweise bieten Banken Kredite für ein bis drei Prozent Zinsen an. Im Vergleich zu den Gebühren, die bei der Wahrnehmung der Teilzahlungsoption fällig werden, sind diese Zahlen ein wahrer Segen. Entsprechend wird deutlich, dass die Verlängerung des Zahlungsziels der Kreditkarte nur dann in Frage kommen sollte, wenn die Bank dieses kostenlos anbietet. Das tut beispielsweise Barclaycard bei einigen Modellen. Dort ist jeweils eine Verlängerung um bis zu 30 Tage möglich. Danach wird es allerdings richtig teuer, denn Barclay gehört zu den Unternehmen, die Zinssätze von über 18 Prozent für die Teilzahlung fordern. Ein Blick in die Vertragsbedingungen kann entsprechend nie schaden.

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