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Wie bezahlen die Deutschen bei Lieferdiensten?

26.02.2019

Wie bezahlen Sie Ihre Bestellung bei Lieferdiensten? Vermutlich mit Bargeld oder per PayPal. Das zumindest geht aus einer neuen Studie hervor.

Pizza dank PayPal

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Für Bestellungen bei Lieferdiensten setzen die Deutschen bislang nur sehr selten auf eine kostenlose Kreditkarte. Der Lieferdienst pizza.de hat dafür die Bestellungen der eigenen Kunden im Jahr 2018 analysiert und herausgefunden, wie die Deutschen am liebsten bezahlen.

Dabei ergeben sich sehr interessante Ergebnisse. Denn das Zahlungsverhalten der Deutschen bei Lieferdiensten unterscheidet sich stark von dem in Restaurants. Hier setzen die meisten Bürger nämlich weiterhin auf die Zahlung mit Bargeld oder Karte. 

Online oder offline bezahlen?

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Die Auswertung von pizza.de hat dabei auch einen knappen Sieger ausgemacht: PayPal. 46 Prozent und damit fast die Hälfte aller Bestellungen in Deutschland wird per PayPal bezahlt. Das klingt im ersten Moment nach einem klaren Sieg. Aber: Auf Platz zwei folgt danach direkt die Barzahlung bei Lieferung. Sie wird von 45 Prozent und damit fast genauso vielen Verbrauchern genutzt. Zwei Methoden dominieren den Zahlungsmarkt für Lieferessen in Deutschland also mehr als deutlich. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Denn bei Zahlungen von Lieferdiensten gehen die Verbraucher nach einem klaren Muster vor.

Dass gerade PayPal eine so wichtige Rolle bei Zahlungen bei Lieferdiensten spielt, liegt allen voran am großen Marktanteil des Zahlungsservices im Internet. Bei der Auswertung von pizza.de wurden nur Bestellungen ausgewertet, die über die Plattform im Internet oder über die App des Anbieters getätigt wurden. Gerade bei solchen hat PayPal generell einen hohen Marktanteil, der auch signifikant über dem von kostenlosen Kreditkarten oder anderen Zahlungsmitteln liegt.

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Ein zweiter wichtiger Grund für den hohen Marktanteil von PayPal bei Bestellungen bei Lieferdiensten ist die Geschwindigkeit. Der Login bei PayPal und die darauffolgende Zahlung geht sehr schnell. Im Portemonnaie nach einer Kreditkarte zu kramen dauert länger. Ein einfacher Klick auf „Barzahlung“ ist sogar noch einfacher, weswegen viele Verbraucher sich auch für diesen Weg entscheiden.

Kreditkarten-Zahlung via PayPal

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Dennoch zeigt die Auswertung von pizza.de auch einen starken Unterschied zu Bestellungen im Online-Handel. Die Verbraucher setzen bei den Lieferdiensten deutlich seltener auf Kreditkarten oder andere Varianten. So entscheiden sich Verbraucher in gerade mal 1 Prozent aller Fälle für die Zahlung per Sofortüberweisung. In 4 Prozent der Bestellungen kommt eine Kreditkarte zum Einsatz. Der Marktanteil der beiden Zahlungsmethoden ist damit deutlich geringer als bei regulären Bestellungen im Online-Handel.

Ein großer Faktor bei Lieferdiensten ist auch die Sicherheit. Wer die Barzahlung wählt, muss erst dann bezahlen, wenn das Essen auch wirklich geliefert wurde. Bei der Vorkasse müssen Sie dem Geld möglicherweise hinterherrennen, wenn das Essen doch nicht kommt. Dasselbe gilt bei Kreditkartenzahlungen – allerdings mithilfe des Chargebacks. PayPal geht hier einen guten Zwischenweg. Denn auch wenn das Geld schnell weg ist, kann man bei PayPal einfach reklamieren.

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Hinzu kommt ein anderer Faktor: Verbraucher setzen besonders bei größeren Summen auf die Zahlung mit einer Kreditkarte. Bei Lieferdiensten sind die Beträge dagegen meist vergleichsweise gering. Da der Faktor der Geschwindigkeit dann eine größere Rolle spielt, entscheiden sich Verbraucher anders als bei normalen Online-Bestellungen. Dabei darf man allerdings nicht vergessen: Viele Verbraucher haben bei PayPal nicht nur ein Bankkonto hinterlegt oder Guthaben aufgeladen, sondern eine Kreditkarte gespeichert. Hinter dem großen Marktanteil von PayPal verstecken sich also vermutlich deutlich mehr Kreditkartenzahlungen als auf den ersten Blick erkennbar sind. 

Umfrage für den Gesamtmarkt nicht repräsentativ

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Wenngleich die Analyse von pizza.de durchaus interessant ist. So ist die Auswertung doch nicht repräsentativ. Dadurch, dass der Anbieter nur auf Daten der eigenen Kunden zurückgreift, wird der Markt in der Analyse verzerrt. Restaurants bieten vielfach auch selbst Lieferdienste an. Teilweise ist keine Zahlung per PayPal, aber mit Kreditkarte möglich. Dennoch ist davon auszugehen, dass auf dem Gesamtmarkt für Essenslieferungen mehr Kunden auf Bargeld setzen.

Dennoch lässt sich auch ein Trend nicht übersehen. Denn noch vor wenigen Jahren wurde geliefertes Essen in den meisten Fällen mit Bargeld bezahlt. Dass zumindest auf den großen Online-Plattformen mittlerweile PayPal mindestens genauso häufig genutzt wird, zeigt gut, wohin sich der Markt entwickelt. In Zukunft dürften Verbraucher öfter Essen über Lieferdienste bestellen und dabei mehr via PayPal oder ähnliche Lösungen bezahlen. Ob kostenlose Kreditkarten dabei eine Rolle spielen werden, hängt auch davon ab, ob die Zahlung mit diesen in Zukunft schneller gehen wird als bislang. Bei Stammkunden sollte dies kein Problem sein.

In den nächsten Jahren könnte sich die Technologie weiterentwickeln, sodass auch schnelle Bezahlungen per Kreditkarten möglich sind. Im Einzelhandel kann man bereits gut beobachten, wie eine solche Evolution aussehen kann. Denn mittlerweile können Sie im Einzelhandel per NFC innerhalb von wenigen Sekunden bezahlen. Damit ist eine Zahlung per Kreditkarte schneller als mit Bargeld.

Bildquellen:

Lieferdienst bezahlen: pixabay.com | mohamed_hassan
PayPal auf dem Smartphone: pixabay.com - mohamed_hassan
Infografik Pizza.de-Report 2018: pizza.de
Geldbörse: Sjankauskas | Dreamstime.com
Alternatives PayPal-Logo: pixabay.com | kirstyfields
Bestelltaste: pixabay.com - geralt
Brieftasche: pixabay.com - kreatikar

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