Wird 2018 zum Jahr des Mobile Payment?

02.06.2018
Wird 2018 zum Jahr des Mobile Payment?

Das sogenannte Mobile Payment kam in den vergangenen Jahren nur schleppend in die Gänge. Doch 2018 könnte sich das ändern.

Schnell und unkompliziert bezahlen, das möchte eigentlich jeder. Ein erster Schritt in diese Richtung ist zweifelsfrei die Kreditkarte mit NFC-Chip. Doch es geht noch mehr in Sachen Mobile Payment, denn schon in wenigen Jahren könnte das Stück Plastik wegfallen. Sie als Verbraucher sollen viel mehr per Smartphone bezahlen. Es können aber auch ganz andere Dinge sein – etwa ein Fitnessarmband oder die passende Uhr. Schon 2018 könnte Mobile Payment in Deutschland also deutlich relevanter werden.

Visa will das mobile Bezahlen vorantreiben

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Gerade die Kreditkartenkonzerne arbeiten darauf hin, dass das mobile Bezahlen hierzulande zu einer großen Sache wird. Schon heute wird in anderen Ländern, etwa in den USA, deutlich mehr mobil bezahlt als in Deutschland. Wenn Sie dagegen hierzulande an einem Kassenterminal einfach Ihr Smartphone zücken, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit eine Menge Blicke auf sich ziehen. Damit aber noch nicht genug: das Kassenpersonal weiß häufig nicht einmal, dass diese Zahlung möglich ist. Das führt dazu, dass Mobile Payment trotz technisch vorhandener Möglichkeiten oft abgelehnt wird oder zumindest zu einer kurzen Diskussion führt.

Der große US-Konzern Visa will das ändern. Denn schon im April 2018 hat das Unternehmen angekündigt, dass es bessere Informationen über das mobile Bezahlen zur Verfügung stellen will und dieses generell in Deutschland vorantreiben möchte. Das liegt auch daran, dass Visa mit einem großen Technikkonzern kooperiert, der noch in diesem Jahr in Deutschland eine Wallet-Lösung ausrollen möchte. Das allein könnte dem Markt einen Schub geben. Gerüchte gibt es aktuell um einen Einstieg von Apple oder Google. Beide Konzerne bieten mit Apple Pay und Google Pay bereits passende Plattformen, nur in Deutschland gibt es diese (offiziell) noch nicht.

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Doch auch unabhängig von anderen Partnern arbeitet Visa daran, das mobile Bezahlen in Deutschland weiter auszubauen. Dazu hilft auch die bessere technologische Ausstattung von Händlern. In den vergangenen Jahren wurde dabei viel Geld investiert, um Kassenterminals umzurüsten und zu erneuern. Auch deshalb ist es mittlerweile möglich, dass Sie bei einer Vielzahl an Händlern mit einer NFC-Kreditkarte kontaktlos bezahlen können. Was Sie aber möglicherweise nicht wussten: Durch dieselbe technologische Basis sind hier auch Zahlungen mit einem Smartphone oder einer anderen Form des Mobile Payment möglich. Die technische Infrastruktur wurde von Visa und Co. also bereits bereitgestellt. Auch weitere Kassenterminals sollen in den nächsten Monaten und Jahren umgerüstet werden, sodass Sie zumindest im ersten Schritt von einer noch größeren Akzeptanz des einfachen kontaktlosen Bezahlens mit NFC profitieren können.

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Nicht nur Smartphones spielen eine Rolle

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Beim Thema Mobile Payment soll es allerdings nicht nur um Smartphones gehen, sondern allen voran auch um andere moderne Optionen, um flexibel unterwegs zu bezahlen. Erwähnt werden darunter immer wieder Smartwatches. Ein anderer Trend scheint diesen aktuell aber fast schon zu überholen. Die Rede ist von Fitnesstrackern, die in den vergangenen Jahren gerade unter Sportlern enorm beliebt geworden sind. Die technischen Helfer machen es möglich, dass man einen besseren Überblick über die eigenen Aktivitäten erhält. Doch nicht nur Sportler profitieren davon. Auch als Schrittzähler oder für generelle gesundheitliche Daten sind die Fitnesstracker sinnvoll.

Die Technik darin ist bereits so weit fortgeschritten, dass auch eine Zahlung über Geräte wie diese nicht nach Science-Fiction klingen muss. Mit Fitbit startet einer der größten Hersteller von Fitnesstrackern bereits im zweiten Halbjahr 2018 mit einer Wallet-Lösung. Unter dem Namen Wallet Fitbit Pay wird eine Zahlungsmöglichkeit direkt über den Fitnesstracker ins Leben gerufen. Dabei werden Kartendaten sicher hinterlegt. Der Fitnesstracker ermöglicht dann eine Zahlung per NFC an Kassenterminals. So sparen sich gerade Sportler die Mitnahme von lästigen Münzen, Scheinen oder Kreditkarten und bleiben dennoch flexibel.

Leider ist die Technik aber noch nicht auf allen Geräten angekommen. Denn Fitbit ermöglicht die Installation der Software vorerst nur auf den Smartwatches des eigenen Hauses – also doch wieder den klugen Uhren. Das gilt aber nur für aktuelle Produktreihen. Denn in Zukunft könnten auch kleinere Helfer beim Thema Fitness zum Zahlungsmittel werden. Die Innovationen aus dem Hause Fitbit zeigen aber bereits sehr gut: Es spricht viel dafür, dass das Jahr 2018 zu einem echten Startschuss für das Thema Mobile Payment werden kann, auch wenn die Innovation im Fitnessbereich vorerst nur auf Smartwatches begrenzt ist.

Skepsis und begrenzter Erfolg der vergangenen Jahre

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Damit 2018 aber wirklich zum Jahr des Mobile Payment wird, muss noch viel passieren. Allen voran gilt es dabei auf den Misserfolg der vergangenen Jahre zu verweisen. Mehrere Mobilfunkanbieter, zum Beispiel o2, Telekom und Vodafone, hatten zwar eine Wallet-Lösung im Angebot, haben diese auf Grund geringer Nutzerzahlen und allgemein geringem wirtschaftlichen Erfolg aber wieder eingestampft. Das Angebot ist in Deutschland auf eine Handvoll Anbieter zusammengeschrumpft, die meistens wiederum nur eine kostenpflichtige Wallet-Lösung offerieren. Der Erfolg der Apps und technischen Lösungen rund um die mobile Bezahlung ist bislang sehr begrenzt.

Deshalb gilt es auch ein anderes Problem zu überwinden: Die große Skepsis an dieser Art des Bezahlens. Während beispielsweise die Zahl der Zahlungen mit NFC in den vergangenen Jahren zugenommen hat und die Verbraucher sich um diese Option von Kreditkarten auch keine allzu großen Sorgen mehr machen, sieht das speziell beim Mobile Payment noch anders aus. Die Skepsis ist anders als bei der Zahlung per NFC im vergangenen Jahr sogar noch einmal gestiegen. Im Jahr 2017 gaben 85 Prozent der Deutschen an, dass sie Angst vor Missbrauch rund um Mobile Payment hätten, genauso viele Menschen sehen eine Gefahr von relevanten Sicherheitslücken. Weitere Vorbehalte sind die Weitergabe von zu vielen persönlichen Daten sowie die Angst vor einem Verlust des Smartphones sowie einem Versagen des Akkus.

Zwar glauben auch 75 Prozent der Deutschen, dass die Technik reibungslos funktionieren wird, doch die Zweifel bleiben. Damit Deutschland zumindest verspätet zu einem Vorreiter im mobilen Bezahlen wird, muss sich also auch in den Köpfen noch viel ändern. Immerhin machen Visa und der mysteriöse Markteinstieg eines großen Technikkonzerns Hoffnung. 2018 wird vielleicht noch nicht das Jahr das Mobile Payment, spätestens 2019 wird es aber spannend.

Bildquellen:

Mobile Payment mit links: MSLGroup Germany GmbH/Mastercard
Mobile Payment mit rechts: visa.de
DKB Visa Card: DKB
Mann joggt: Empipe | Dreamstime.com
mpass: mpass/o2