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Wird Paydirekt zum ernsthaften Konkurrenten für PayPal?

29.02.2016

Paydirekt ist zu so etwas wie dem ersten Konkurrenten von PayPal ernannt worden – zumindest in Deutschland. Das System, das von den deutschen Banken entwickelt wurde, soll sicherer und komfortabler sein als PayPal und so die Kunden vom Wechseln überzeugen. Doch eigentlich ist der größte Konkurrent von PayPal ein ganz anderer: die Kreditkarte.

Beim Einkaufen in Ladengeschäften setzen die Deutschen auch weiterhin äußerst gerne auf Bargeld oder zur Not noch auf die EC-Karte. Beides ist im Internet nicht möglich. Auch deshalb spielt dort PayPal, der Bezahldienst aus den USA, eine wichtige Rolle. Paydirekt, das Angebot der deutschen Banken, soll das nun ändern – auch, weil der Service auf immer mehr Institute ausgeweitet wird. Das System, das direkt mit dem Girokonto verknüpft ist, soll nicht nur sicherer, sondern auch komfortabler sein. Doch PayPal ist keineswegs der einzige Konkurrent, vor dem Paydirekt sich fürchten sollte. Immer mehr Deutsche setzen bei Bezahlungen im Internet auch auf eine kostenlose Kreditkarte. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Zahlung mit einer Kreditkarte gilt als äußerst sicher und komfortabel.

Kostenlose Kreditkarten spielen wichtige Rolle

Zwar werden kostenfreie Kreditkarten in Deutschland längst nicht so häufig eingesetzt wie in vielen anderen Ländern, doch dennoch spielen die Plastikkarten im Internet eine immer wichtigere Rolle. Das liegt auch daran, dass man bei immer mehr Händlern mit Kreditkarte bezahlen kann und so einfach und schnell die Zahlung durchführen kann. Was bei statistischen Erhebungen zudem gerne vergessen wird, ist der Fakt, dass man mit einer Kreditkarte auch via PayPal bezahlen kann. Dabei ist unbekannt, wie viel Prozent der PayPal-Zahlungen nicht direkt vom Guthaben des PayPal-Kontos oder eines Girokontos abgehen, sondern über eine kostenfreie Kreditkarte gebucht werden. Würde man diese Zahlungen rausrechnen, könnten Kreditkarten im Internet auch heute schon das wichtigste Zahlungsmittel sein.

Paydirekt sieht Millionen potentielle Nutzer

Wer auf den neuen deutschen Bezahlservice setzen will, der kann sich auf mehrfach zertifizierte Qualität verlassen und hat die Möglichkeit, direkt über das eigene Girokonto in wenigen Sekunden zu bezahlen. Komfortabel ist das zweifelsohne – und in Deutschland auch ohne jeden Zweifel praktikabel. Das entscheidende System der deutschen Erfindung ist aber ein anderes, denn Paydirekt fehlt schlichtweg die Universalität, die beispielsweise eine kostenlose Kreditkarte oder auch PayPal mit sich bringt. Mit dem amerikanischen Bezahlservice kann man beispielsweise überall auf der Welt komfortabel im Internet bezahlen. Mit einer Kreditkarte kann man nicht nur im Internet, sondern auch in Ladengeschäften auf allen Kontinenten bezahlen. All das kann Paydirekt nicht bieten.

Erfolg von Paydirekt ist ungewiss

Auch deshalb sind sich Experten bislang nicht sicher, was sie von Paydirekt halten sollen. Die Innovation ist sicherlich keine schlechte Idee, doch sie könnte schlichtweg zu spät kommen. PayPal wird wissen, wie es durch die eine oder andere Aktion gelingt, Kunden zu halten. Auch kostenlose Kreditkarten wissen durch Neukundenaktionen oder andere Bonusaktionen Kunden bei der Stange zu halten. So wird Paydirekt am Ende in einen bereits äußerst vollen Markt vordringen – und will das auch noch ohne jegliche Sonderaktion schaffen. Ob das klappen wird, steht derzeit noch in den Sternen. Außerhalb von Deutschland stehen die Chancen auf jeden Fall schlecht, so viel lässt sich bereits jetzt sagen.

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