Curve als Kreditkarten-Alternative?

19.10.2018
Curve als Kreditkarten-Alternative?

Das Portemonnee ist bei den meisten Deutschen ziemlich voll. Ein will Anbieter das ändern: Curve. Doch was ist von dem angeblichen Kreditkarten-Ersatz zu halten?

Viele Portemonnaies füllen sich über die Jahre mit den verschiedensten Karten. Das fängt natürlich mit offiziellen Dokumenten wie dem Personalausweis oder dem Führerschein an. Weiter geht es mit zahlreichen Kundenkarten von verschiedenen Unternehmen.

Doch auch damit noch nicht genug. Denn natürlich hat jeder Deutsche noch mindestens eine Zahlungskarte im Geldbeutel. Eine ist aber eher untertrieben. Denn viele Verbraucher besitzen zwei oder mehr Giro- und Kreditkarten. Hinzu kommen noch Scheine und Münzen, sodass das Portemonnaie schnell überquillt. Eine britische Firma will gegen diese Kartenflut ankämpfen.

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Bei Kunden unter 27 Jahren sind mind. 3 Gehaltseingänge von monatlich insgesamt mind. 500 € (Lohn, Gehalt, Besoldung, BAföG) erforderlich.
Eigene Überweisungen, Überweisungen von Privatpersonen sowie eine sofortige Abverfügung der Gehaltseingänge (d.h. von mehr als der Hälfte innerhalb von 2 Tagen) sind für den Prämienerhalt ausgeschlossen.
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Was ist Curve und was bringt der Service?

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Vor wenigen Jahren ist unter dem Namen Curve ein britisches Startup auf den Markt gekommen. Die Idee des Unternehmens: Statt für alle möglichen Dinge eine Karte zu haben, kann man alle Daten in einer Karte sammeln. Genau diese will Curve sein. Auf nur einer Karte werden dafür alle relevanten Zahlungsdaten gespeichert. Auch Kundenbindungsprogramme lassen sich in eingeschränktem Umfang mit Curve nutzen. In Deutschland ist dieses Einsatzgebiet allerdings noch nicht sehr weit ausgebaut.

Ausweis- oder Führerscheindaten lassen sich noch nicht auf Curve speichern. Doch für alle anderen Karten will das Startup eine Lösung bieten, um alle Daten in einer einzigen Karte zusammenzuführen. Diese wiederum ist nicht größer als eine herkömmliche Kreditkarte und funktioniert ähnlich wie andere Modelle. Auch ein entsprechendes Logo findet man auf der Karte, sodass auch Händler die Karte akzeptieren. Das ist zumindest der Fall, wenn die Unternehmen generell Kreditkarten annehmen.

Curve funktioniert nicht in Kombination mit einer Girocard. Das von Deutschen so beliebte Zahlungsmittel kann nicht mit der Plastikkarte des Startups verknüpft werden. Das ist aber noch nicht das einzige Problem. Denn Curve baut auf eine Kreditkarten-Funktionalität. Sie können also nicht einfach eine Kreditkarte hinterlegen und dann mit Curve bei einem Händler bezahlen, der aber nur Girokarten akzeptiert. Diese Einschränkung kann in Deutschland zu einem echten Problem werden – besonders auf dem Land.

Welche Gebühren fallen bei Curve an?

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Wer sich bewusst für eine kostenlose Kreditkarte entscheidet, hat meist keine Lust auf versteckte Kosten. Deshalb lohnt sich natürlich auch ein Blick darauf, was Curve eigentlich kostet. Das Startup bietet Kunden eine physische Kreditkarte sowie eine App zur Verfügung. Doch die Gebühren bei Curve sind überraschend gering. Die Nutzung der App kostet z.B. nichts. Auch die Kreditkarte können Sie sich kostenlos zustellen lassen, sodass im ersten Moment gar keine Kosten entstehen. Auch für Ihre regulären Kartenzahlungen entstehen keine Kosten. Nutzen Sie Curve beispielsweise verknüpft mit einer Deutschland-Kreditkarte Classic, bezahlen Sie ganz normal im Einzelhandel ohne jegliche Zusatzgebühren.

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Gebühren entstehen bei der Mastercard-Kreditkarte des Startups, wenn Sie bestimmte Sonderdienstleistungen in Anspruch nehmen. So bietet Curve beispielsweise ein Premiummodell, mit dem man doppelte Punkte sammeln kann. Dieses Loyalitätsprogramm ist allerdings eher auf den britischen Markt zugeschnitten. Es hat auch fast nur dort Partner, sodass sich das Premiummodell für Verbraucher in Deutschland nicht lohnt. Vielmehr sollten Sie sich auf Gebühren bei Abhebungen sowie bei Zahlungen in Fremdwährungen konzentrieren. Hier fällt Curve aber sogar überraschend positiv auf. Es gelten nämlich nicht die Gebühren Ihrer hinterlegten Kreditkarte, sondern gesonderte Gebühren von Curve. Eine Doppelbelastung gibt es nicht.

Curve erlaubt Ihnen dabei bis zu einem Betrag von 200 Euro im Monat sogar kostenfreie Bargeldverfügungen. Sie können also beispielsweise vier Mal im Monat 50 Euro an einem Geldautomaten Ihrer Wahl beziehen. So zahlen Sie keinen Cent. So einen Service bieten Ihnen ansonsten nur wenige kostenlose Kreditkarten. Danach fällt eine Gebühr von 2 Prozent der jeweiligen Abhebesumme an. Auch Zahlungen in Fremdwährungen sind mit einer Gebühr von 1 Prozent gemeinhin günstiger als bei anderen Kreditkarten. Die Regel ist in Deutschland eher eine Gebühr zwischen 1,5 und 2 Prozent.

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Sie sollten Curve bei Abhebungen und Zahlungen in Fremdwährungen deshalb immer zwischenschalten, wenn bei Ihrer Karte höhere Gebühren anfallen. Setzen Sie dagegen auf spezielle kostenlose Kreditkarten, bei denen diese Gebühren nicht anfallen, sollten Sie lieber diese nutzen. Das gilt beispielsweise dann, wenn Sie als Aktivkunde eine DKB VISA Kreditkarte haben oder die Barclaycard Visa nutzen. Auch die Santander 1plus Visa Card bietet bessere Konditionen als Curve, fast alle anderen Karten schneiden dagegen schlechter ab.

Was gibt es bei der Verwendung von Curve noch zu beachten?

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Wenngleich Curve natürlich keine kostenlose Kreditkarte ersetzt, kann Curve das Portemonnaie doch deutlich erleichtern. Haben Sie beispielsweise gewöhnlich drei Kreditkarten dabei, können Sie zukünftig alle zuhause lassen und dafür nur noch Curve mitnehmen. Gerade wenn mehrere Loyalitätsprogramme integriert werden können, wird Curve sehr interessant. Doch auch jetzt kann sich die Kartenalternative schon lohnen. Dies ist der Fall, wenn Sie die Kreditkarte Ihrer Hausbank oder eine Karte mit recht hohen Gebühren für Abhebungen oder Zahlungen in Fremdwährungen hinterlegen.

Beachten müssen Sie aber wie erwähnt, dass Sie keine eine Girocard hinterlegen können. Möglich sind aktuell nur Visa- und Mastercard-Kreditkarten. Ansonsten sollten Sie bedenken, dass Sie nur bei Akzeptanzstellen von Kreditkarten bezahlen können. Positiv ist dagegen, dass für die Beantragung von Curve keine Schufa-Auskunft notwendig ist. Sie merken also selbst, dass es recht einfach und unproblematisch ist, Curve einfach mal zu testen. Wenngleich das Leistungsspektrum in Deutschland noch etwas eingeschränkt ist, kann sich die Kartenalternative durchaus lohnen. Auch wenn Sie nur zwei Karten zu einer vereinen, haben Sie im Prinzip schon gewonnen – nicht zuletzt wegen teilweise geringerer Gebühren.

Ein kurzes Update dazu bzw. eine Anmerkung eines aufmerksamen Lesers: 

Bildquellen:

Curve-Logo: itunes.apple.com
Kreditkarten mit Bargeld: pixabay.com - kreatikar
Deutschland-Kreditkarte Classic: Deutschland-Kreditkarte Classic
Mastercard-Logo: Alexey Novikov | Dreamstime
DKB: DKB
Kartenstapel: pixabay.com - AlexanderStein