Kreditkarte für Unternehmensgründer, Freiberufler und Startups

14.12.2017
Kreditkarte für Unternehmensgründer, Freiberufler und Startups

Das Thema Finanzen spielt bei Existenzgründern, Freiberuflern oder Startups eine große Rolle. Brauchen Startups zur Geschäftsgründung eine Kreditkarte? Wie wichtig ist ein Geschäftskonto für Jungunternehmer?  All diese Fragen werden im folgenden Beitrag erklärt.

Der Begriff „Startup“ ist in den vergangenen Jahren zum Modewort für junge Unternehmen und zum Synonym für Existenzgründung geworden. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Nicht ganz klischeefrei assoziiert man mit Startups Jungunternehmen, die im schicken Loft in den angesagten Städten Deutschlands residieren und die mit ihren Dienstleistungen oder Produkten zukünftig die Welt revolutionieren werden.

Generell sind Startups, junge Unternehmen, die eine innovative Geschäftsidee haben, mit dem Ziel schnell zu wachsen und erfolgreich international zu expandieren. In diesem Beitrag werden die Begriffe Startup, Existenzgründer, Selbstständige und Freiberufler jedoch synonym verwendet. Sind es doch oftmals ganz normale Berufe und Tätigkeiten, die Menschen antreibt sich selbstständig zu machen. Ganz egal ob Friseurin, Tischler oder Schneider, oft als kleine Idee nebenbei angefangen, entwickelt sich zum Beispiel aus dem Hobby eine Selbstständigkeit.

Hat man dann den Schritt zum Einzelunternehmer bzw. Einzelunternehmen gewagt, empfiehlt sich langfristig ein Geschäftskonto, um die privaten und unternehmerischen Ein- und Ausgaben zu trennen. Nicht nur aus steuerrechtlichen Gründen, auch um die Firmenkosten im Überblick zu behalten, machen getrennte Konten Sinn.

In den meisten Fällen ist ein Geschäftskonto bei der Bank vor Ort oder im Internet schnell eröffnet. Nach Vorlage eines Businessplans und/oder einer Selbstauskunft wird das Geschäftskonto zeitnah freigeschaltet. Manche Banken bieten Existenzgründern in den ersten drei Jahren auch vergünstigte Konditionen gegenüber dem normalen Geschäftskonto an. Aufgrund eines höheren Transaktionsaufkommens gegenüber einem privaten Girokonto, sind die Gebühren für das Geschäftskonto oft höher als bei einem privaten Girokonto.

Neben dem klassischen Geschäftskonto mit einer Girocard bietet sich für Existenzgründer auch ein Geschäftskonto mit Kreditkarte an. Besonders Startups im Bereich Online-Handel und Online-Dienstleistungen können ohne eine Kreditkarte oftmals nicht arbeiten. Denn die Bezahlung von Online-Dienstleistungen wie Google Adwords, ist meist nur mit Kreditkarte möglich.

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Warum bekommen manche Startups keine Kreditkarte?

Wie der Name schon sagt, stellt die Bank dem Inhaber mit einer Kreditkarte einen Kredit zur Verfügung, der kurzfristig und begrenzt ist. Bei Unternehmensgründern ist die Kreditwürdigkeit jedoch anfangs schwer zu erfassen. Erst nach einigen Monaten kann sich die Bank durch Kontotransaktionen ein Bild von der Liquidität des Startups machen. Die Höhe der Einzahlungen, das vorhandene Eigenkapital oder ähnliche Einnahmen wirken sich positiv auf einen zukünftigen Kreditkartenantrag aus. Wird das Geschäftskonto jedoch regelmäßig überzogen und ein eventuell vorhandener Dispokredit längerfristig belastet, so wirkt sich dies eher negativ für den Kreditkartenantrag aus.
Nach zwei bis drei Jahren kann sich der Finanzstatus des Startups durch zunehmenden Umsatz und erwirtschafteten Gewinn verbessert haben. Dann lohnt sich eine neue Bewertung bei ihrer Bank. So kann die Einstufung als vollwertiges Geschäftskonto erfolgen und der Vergabe einer Kreditkarte sollte nichts im Wege stehen.

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Welche Kreditkarten-Modelle gibt es für Startups?

Prepaid-Kreditkarte: Aufgrund der geringen Bonität von einigen Existenzgründern geben die Banken in den ersten ein bis zwei Jahren meist nur Prepaid-Kreditkarten an Jungunternehmer heraus. Hier lädt man von seinem Geschäftskonto den gewünschten Betrag auf die aufladbare Kreditkarte. Über das aufgeladene Guthaben kann man dann verfügen. Nachteilig ist, dass die Prepaid-Kreditkarten nicht immer und überall akzeptiert werden.

Sicherheit hinterlegen: Eine Möglichkeit einen Kreditrahmen für Ihre Kreditkarte zu bekommen bzw. zu erhöhen, ist das Hinterlegen einer Sicherheit. Der gewünschte Kreditkartenrahmen wird als Sicherheit hinterlegt, so hat die Bank eine finanzielle Sicherheit, falls Sie das Darlehen nicht bezahlen können.
Ausführliche Auskunft: Eine weitere Möglichkeit als Startup eine Kreditkarte zu bekommen, besteht durch eine ausführliche Selbstauskunft über die eigene Person. Durch das Aufzeigen von ausreichend privaten Vermögensverhältnissen kann die Bank auch einen Kreditrahmen für die beruflich genutzte Kreditkarte einrichten.

Private Kreditkarte: Wenn die Bank keine Kreditkarte für das Unternehmen freigibt, dann bleibt nur die Möglichkeit eine private Kreditkarte zu verwenden und man rechnet alles steuerrechtlich über die Position Privateinlage ab. Das Risiko bei dieser Variante liegt nur wieder in der Problematik, Geschäftliches und Privates zu vermischen.


Als Kleinunternehmer für die richtige Kreditkarte entscheiden

Für Startups und Freiberufler kann sich eine Kreditkarte lohnen. Nicht nur zur Buchung von Hotelzimmern, Messeeintrittskarten und für Geschäftsreisen. Durch den Kreditrahmen ist es möglich, kurzfristig den Zahlungsverpflichtungen der Lieferanten nachzukommen, wenn ausstehende Kundenrechnungen noch nicht auf dem Konto verbucht wurden. Zur Überbrückung finanzieller Engpässe empfiehlt sich demnach eine Kreditkarte. Langfristig sollten jedoch die jährlichen Gebühren für eine Kreditkarte bedacht werden und die Liquidität des Unternehmens im Vordergrund stehen. Je höher die Bonität des Startups ist, desto höher wird der Kreditrahmen für die Kreditkarte ausfallen.

Bildquellen:

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