Kreditkarten sollen sicherer werden

05.04.2018
Kreditkarten sollen sicherer werden

Kreditkarten sind schon heute eines der sichersten Zahlungsmittel überhaupt. Die EU-Justizminister haben allerdings weitere Schritte für noch mehr Sicherheit angekündigt. Wie genau sehen diese aus?

Aufgrund von Kreditkartenbetrug in einigen Ländern der Europäischen Union haben sich die EU-Justizminister dazu entschlossen, noch stärker dagegen vorzugehen. Die Maßnahmen umfassen unter anderem eine gemeinsame Position in allen Themen rund um die Verhinderung von Betrug mit Zahlungsmitteln sowie digitalen Währungen. Die konkreten Schritte könnten dabei dafür sorgen, dass Zahlungen mit einer Kreditkarte etwas aufwendiger werden. Gleichzeitig wird der Betrug mit Kreditkarten immer unwahrscheinlicher – vor allem dann, wenn Sie wichtige Sicherheitshinweise befolgen und nicht allzu leichtfertig mit Ihrer Karte umgehen.

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Nach Kartenerhalt und Belastungen von mindestens 5.000 Euro (unter Ausschluss von Bargeldauszahlungen und nach Abzug von etwaigen Gutschriften) innerhalb der ersten 3 Monate, erhalten Sie eine Gutschrift in Höhe von 150 Euro auf Ihr Kartenkonto. Die Gutschrift erfolgt nach dem Ablauf der ersten 3 Monate auf der darauffolgenden Monatsabrechnung. Anspruch auf die Gutschrift haben nur Antragsteller, die innerhalb der letzten 18 Monate nicht als Hauptkarteninhaber einer deutschen American Express Business Gold Card registriert waren. Die Gutschrift kann nicht ausgezahlt werden, sondern kann nur mit weiteren Kartenbelastungen verrechnet werden.

Mehr Sicherheit durch Angleichung von Gesetzen

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Die konkreten Schritte im Kampf gegen Kreditkartenbetrug lassen sich aktuell noch nicht ausformulieren, da die Pläne zuerst mit dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat abgestimmt werden müssen. Danach folgt der typische Gesetzgebungsprozess, der mehrere Monate dauern kann und unter Umständen mehrere Revisionen beinhaltet. Der genaue Plan im Kampf gegen den Kreditkartenbetrug steht vermutlich erst in einigen Monaten, möglicherweise auch erst in wenigen Jahren, fest. Erste Maßnahmen, die bereits vor Längerem gesetzgeberisch beschlossen wurden, treten dagegen bereits in Kürze in Kraft.

Dabei geht es allen voran um die sogenannte doppelte Verifizierung von Kreditkartenzahlungen im Internet. Wenn Sie bislang eine Kreditkarte für Zahlungen im Internet verwenden, müssen Sie teilweise nur die Kartennummer, das Ablaufdatum, den Namen des Karteninhabers und den CVC-Code eingeben. Nur ab und zu kommen Verfahren wie „Verified by Visa“ oder „Mastercard Securecode/Identity Check“ zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um Systeme zur doppelten Verifizierung von Zahlungen im Internet, die für deutlich mehr Sicherheit beim Online-Shopping sorgen. Schon in wenigen Monaten sollen Systeme wie diese zur Pflicht werden.

Weitere Maßnahmen zum Schutz vor Kartenbetrug werden voraussichtlich darin liegen, Regeln zwischen den Mitgliedsstaaten anzugleichen. Die EU-Justizminister ließen bereits wissen, dass es bei weiteren Gesetzesvorstößen vor allem um das Schließen von Schlupflöchern in der Gesetzgebung geht. Besonders relevant sind dabei die Gesetzestexte der Mitgliedsstaaten, die sich rund um die Kartensicherheit teils gravierend unterscheiden. Eine Angleichung auf den aktuell höchsten Standard für Daten- und Kartenschutz würde bereits helfen. Notwendig ist dafür allerdings ein Konsens zwischen den Mitgliedsstaaten, der bei einem wichtigen Thema wie der Zahlungssicherheit aber wahrscheinlich scheint.

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Online-Zahlungen mit Kreditkarten werden schon 2018 sicherer

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Doch die Sicherheitstandards von Kreditkarten steigen bereits dieses Jahr, da neue EU-weite Gesetze in Kraft treten. Dabei geht es allen voran um die Online-Zahlung, bei der zukünftig die zweite Stufe der Verifikation zur Pflicht wird. Sie müssen also bald bei jeder Zahlung im Internet auf ein System wie Verified by Visa oder Mastercard Securecode/Identity Check setzen. Was im ersten Moment nach einem großen zusätzlichen Aufwand klingt, sorgt für eine enorm steigende Sicherheit. Die Betrugsmöglichkeiten durch die Nutzung von gestohlenen Kreditkarten im Internet sinkt durch die doppelte Verifizierung.

Bislang kommen die Verfahren bei einigen, aber nicht bei allen Zahlungen zum Einsatz. Bestellen Sie zum Beispiel etwas bei Amazon (die Abwicklung findet hier in der Regel über Amazon Pay statt), müssen Sie in fast allen Fällen nur den Namen des Karteninhabers und die Kartennummer eingeben (ohne den CVC-Code). Diese Daten sind allesamt auf einer Kreditkarte vermerkt. Wird Ihnen Ihre Karte oder die Daten also gestohlen, ist eine Zahlung mit dieser im Internet vergleichsweise problemlos möglich. Bei American Express sind sogar alle relevanten Daten auf der Vorderseite zu finden, während bei Visa und Mastercard zumindest die CVC-Ziffer auf der Rückseite der Karte steht, die meist ebenso nötig ist. 

In Zukunft allerdings sollen diese Daten nicht mehr ausreichen, um eine Zahlung im Internet zu verifizieren. Vielmehr ist es dann in jedem Fall notwendig, dass Sie sich zusätzlich ausweisen. Möglich ist dies im Normalfall durch vergleichsweise einfache Verfahren wie SMS-TAN. Wenn Sie in den zweiten Verifizierungsschritt kommen, erhalten Sie meist eine SMS an eine von Ihnen hinterlegte Handynummer und müssen dann nur noch die entsprechende TAN eingeben. Teilweise gibt es auch alternative Systeme, bei denen beispielsweise die Eingabe eines vorher festgelegten Passworts notwendig ist.

Kartensicherheit liegt in Ihrer Hand

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Selbst Gesetze und die besten Systeme können jedoch nicht dafür sorgen, dass Ihre Kreditkarte sicher ist. Vielmehr ist es dafür notwendig, dass Sie das Thema ernst nehmen und Bezahlkarten mit höchster Sorgfalt behandelt. Experten raten immer wieder dazu, dass man mit einer Kreditkarte wie mit Bargeld umgehen sollte. Weder sollte man eine Karte zu einem bestimmten Zeitpunkt in die Hände Dritter geben, noch sie offen herumliegen lassen. Das gilt besonders für öffentliche Orte, zu denen allerdings beispielsweise auch das Büro zählt.

Wichtig ist darüber hinaus, dass Sie im Internet mit höchster Sorgfalt vorgehen. Im Netz werden die meisten Kartendaten gestohlen. Möglich ist das unter anderem, weil Unternehmen gespeicherte Daten an Hacker verlieren. Teilweise lassen sich aber Verbraucher auch direkt „beklauen“ – zum Beispiel durch Junk E-Mails, gefälschte Webseiten oder betrügerische Online-Shops. Wichtig ist es deshalb, dass Sie mit Ihren Kartendaten enorm vorsichtig vorgehen. Hinterlegen Sie Ihre Kreditkartendaten im Idealfall bei möglichst wenigen Händlern bzw. lassen Sie diese dort im Idealfall überhaupt nicht speichern. Auch wenn es aufwendig ist, sollten Sie die Daten bei jedem Einkauf neu eingeben. So gehen Sie kein Risiko, dass Ihre Daten bei einem möglichen Datenleak gestohlen werden.

Außerdem sollten Sie mit Ihrer Kreditkarte generell nur Einkäufe bei Händlern tätigen, die Ihnen vertrauenswürdig erscheinen. Kennen Sie einen Händler nicht, sollten Sie im Internet recherchieren. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie immer prüfen, ob die Webseite eine Verschlüsselung nutzt (https:// statt http:// im Browser). Wenn Sie all das befolgen, dürfen Sie sich auf eine maximale Sicherheit beim Einkaufen mit Ihrer Kreditkarte freuen.

Bildquellen:

Hacker: Paulus Rusyanto | Dreamstime.com
Paragraphen-Symbol: Csdani | Dreamstime.com
Kreditkarten-Rückseite: Deutsche Postbank AG
Diebstahl: kartensicherheit.de