Mastercard stellt Bonusprogramm ein

14.06.2020
Mastercard stellt Bonusprogramm ein

Mastercard stellt sein eigenes Bonusprogramm ein. Zum Hintergrund: Kreditkarten werden teilweise als Kundenbindungsprogramm eingesetzt. Doch lohnt sich das auch für Verbraucher?

Aus für Mastercard Priceless Specials

Mastercard will sein eigenes Bonusprogramm "Mastercard Priceless Specials" am 4. Juli 2020 einstellen. Registrierte Teilnehmer, die Coins sammeln und einlösen können, haben bereits ein Kündigungsschreiben per E-Mail erhalten.

Das Kreditkarten-Unternehmen arbeitet eigenen Angaben zufolge an einer neuen Lösung. Gesammelte Coins von Priceless-Teilnehmern sollen nicht verloren gehen. Mastercard will sie nach dem 4. Juli 2020 erneut schriftlich per E-Mail über die nächsten Schritte und den Prozess zur Einlösung der Coins informieren.

Mastercard hatte das Bonusprogramm Anfang 2018 gestartet. Im August 2019 dann der Schock: Denn in einem Online-Forum tauchten 90.000 Datensätzen von "Mastercard Priceless Specials" auf. Darin befanden sich unter anderem die folgenden Informationen:

  • Kartennummern
  • Vor- und Zunamen
  • E-Mail-Adressen
  • Geburtsdaten
  • (teilweise) Adressen
  • Telefonnummern deutscher Nutzer

Nach dem Leck lief das Programm zwar weiter. Nun hat Mastercard aber anscheinend die Konsequenz gezogen.

Ist die Verbindung aus Loyalitätsprogramm und Kreditkarte sinnvoll?

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Kreditkarten werden immer wieder auch als Kundenbindungsprogramm eingesetzt. Doch lohnt sich das auch für Verbraucher?

Wer sich über eine kostenlose Kreditkarte informiert, findet zahlreiche Produkte. Dazu gehören auch Karten, die nicht den Namen einer Bank oder eines Kreditkartenkonzerns wie American Express tragen. Die Rede ist von Kreditkarten, die von einem bestimmten Unternehmen ausgegeben werden. Meist handelt es sich hierbei um Kombinationsprogramme, die sowohl die Kundenbindung stärken sollen als auch als voll funktionsfähige Kreditkarte fungieren.

Sind Kreditkarten ein sinnvolles Instrument zur Kundenbindung?

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In Deutschland gibt es einige Loyalitätsprogramme. Hierzu gehören beispielsweise Programme wie Payback, Miles & More oder auch kleinere Programme von lokalen Händlern. Die meisten davon setzen zur Kundenbindung auf eine Kundenkarte. Einfachere Systeme bauen auf kleine Kärtchen, die man mit Stempeln oder Bonuspunkten versehen kann – ab einer bestimmten Zahl gibt es zum Beispiel einen Rabatt oder ein Gratisprodukt. Wie Daten von Payback und auch anderen Programmen zeigen, sind die Verbraucher in Deutschland fast schon vernarrt in Loyalitätsprogramme. Auch am Verhalten an der Kasse kann man das beobachten.

Doch für Kreditkarten mit Loyalitätsprogramm gilt dies in den meisten Fällen nicht gleichermaßen. Während in Deutschland zum Beispiel viele Payback-Karteninhaber beobachtet werden können, haben nur die wenigsten Menschen auch eine Payback-Kreditkarte. Funktionieren Kreditkarten also als Instrument der Kundenbindung überhaupt? Hierbei gilt es besonders zu hinterfragen, ob sich die Produkte für Kunden lohnen. Wer kann von einer Kreditkarte mit Loyalitätsprogramm wirklich profitieren und sind Kreditkarten ohne dieselbe Verbindung möglicherweise die bessere Wahl? Reicht nicht die einfache Loyalitätskarte zur Kundenbindung auch schon aus?

Fragen wie diese lassen sich am besten beleuchten, wenn man darauf blickt, was sich für Verbraucher am meisten lohnt. Wenn Sie beispielsweise auf der Suche nach einer kostenlosen Kreditkarte sind, finden Sie meisten keine mit Loyalitätsprogramm. 

Stehen Preis und Leistung in einem guten Verhältnis?

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Rund um Kreditkarten gilt es immer die Frage zu stellen, ob das Preis-Leistungsverhältnis passt. Bei kostenlosen Kreditkarten wollen Sie sich ja auch für die Karte entscheiden, die Ihnen die besten Leistungen bietet. Das gilt selbstredend nicht nur für Kreditkarten, sondern auch für Girokonten sowie viele andere Bereiche des Lebens.

Doch bei einer Kreditkarte lassen sich Preis und Leistung deutlich leichter ins Verhältnis setzen, als bei anderen Produkten. Das liegt schon daran, dass die Gebühren transparent gemacht werden müssen. Entsprechend kann man auch gut herausfinden, ob eine Kreditkarte ein guter Deal ist oder nicht.

Wann sollte ich mich für eine Unternehmens-Kreditkarte entscheiden?

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Ob Kreditkarte mit Loyalitätsprogramm oder Kreditkarte von einem Unternehmen – ob ein Modell für Sie Sinn ergibt, hängt immer von Ihrer Situation und Ihrer Vorlieben ab. Doch wenn Sie keinerlei gesonderte Beziehung zu einem Händler oder Unternehmen haben, ist eine kostenlose Kreditkarten ohne Loyalitätsprogramm besser. Das gilt besonders dann, wenn Sie auch häufiger im Ausland mit einer Kreditkarte bezahlen oder Geld abheben möchten.

Im Bereich der kostenlosen Kreditkarten sind hier nämlich Karten wie die Barclaycard Visa oder die DKB VISA Card die beste Wahl. Beide Karten haben nichts mit einem Loyalitätsprogramm zu tun. Sie können mit diesen jedoch bei den regulären Gebühren viel sparen – das kann am Ende viel wichtiger sein.

Bildquellen:

Mastercard Priceless Specials: Mastercard
Kartenstapel: pixabay.com - AlexanderStein
Geschenke: Jinyoung Lee | Dreamstime Stock Photos
zwei Kreditkarten: pixabay.com - worldww
Barclaycard Visa: Barclaycard