Sollte man auf eine girocard oder eine Kreditkarte setzen?

29.05.2015
Sollte man auf eine girocard oder eine Kreditkarte setzen?

Viele Deutsche fragen sich, ob sie lieber auf eine Kreditkarte oder auf eine EC-Karte, heute offiziell unter dem Namen girocard bekannt, setzen sollten. Die Zahlen sprechen eigentlich für sich: In Deutschland sind etwa 100 Millionen girocards im Umlauf, während es hierzulande nur etwa 30 Millionen Kreditkarte gibt. Doch einige kostenlose Kreditkarten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – zu Recht.

In einem aktuellen Artikel hat sich der Focus mit dem Thema „bargeldlos bezahlen“ auseinandergesetzt. Dabei haben sich die Autoren insbesondere dem Vergleich von girocard und Kreditkarte angenommen. Zweifelsohne ein interessantes Duell, denn in Deutschland setzen entgegen des internationalen Trends auch weiterhin die Menschen auf eine girocard, die früher noch unter EC-Karte bekannt war. Doch wo liegen Vor- und Nachteile der Karten und wie steht es um die Kosten? Genau das klärt der Focus in seinem Artikel sehr gut auf und zeigt mehr als deutlich, dass es sich lohnen kann, eine kostenlose Kreditkarte zu beantragen.

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* Das Startguthaben erhalten Sie ca. 8 Wochen nach dem ersten Karteneinsatz als Gutschrift auf Ihr Kreditkarten-Konto. Voraussetzung hierfür ist, die Karte innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt einzusetzen. Das Angebot gilt ausschließlich für Neukunden. Barclaycard behält sich vor, das Angebot zu ändern oder zu beenden.

Kreditkarten kann man zusätzlich beantragen

Da erscheint es sinnvoll, dass die Autoren gleich zu Beginn darüber aufklären, wie man überhaupt an eine Kreditkarte kommt. So denken auch weiterhin viele Deutsche, dass sie nur dann eine kostenlose Kreditkarte erhalten, wenn ihre Bank auch eine solche anbietet. Doch genau hier ist der Fehler. Zahlreiche gebührenfreie Kreditkarten, etwa die Schwarze Kreditkarte oder die Deutschland-Kreditkarte, kann man auch dann beantragen, wenn man kein neues Girokonto eröffnen will. Hierbei wird schlichtweg ein Kreditkartenabrechnungskonto erstellt. Die monatlich anfallende Summe wird dann am Ende eines jeweiligen Monats vom hinterlegten Girokonto bei der Hausbank abgebucht – viel einfacher geht es gar nicht. An dieser Stelle auch Vorsicht geboten. Einige Anbieter kostenfreier Kreditkarten, etwa die Advanzia Bank als Anbieter der gebührenfreien MasterCard Gold, nehmen keine Lastschriftabbuchung vor. Hier müssen Kunden selbst dafür sorgen, dass das Kreditkartenkonto pünktlich ausgeglichen wird.

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Welche Schwachstellen haben Kreditkarten?

Sinnvollerweise beschäftigen sich die Autoren des Artikels auch mit möglichen Schwachstellen von Kreditkarten. Ein Hauptargument sind hier oft die Gebühren. Doch was bedeutet das konkret? Bei einer Kreditkarte können verschiedene Gebühren anfallen. Wer etwa auf eine kostenlose Kreditkarte setzt, der umgeht schon einmal die Jahresgebühr, die je nach Karte sogar bis zu 600 Euro betragen kann. Weitere Gebühren können beispielsweise für Abhebungen an Geldautomaten oder den Einsatz im Ausland anfallen. Hier gilt es, vorsichtig zu sein, denn einige Anbieter verlangen beispielsweise am Geldautomaten eine Gebühr von mindestens fünf Euro für jeden Vorgang. Eine weitere Kostenfalle kann die Teilzahlungsoption sein. Mit dieser bezahlt man seine Kreditkartenrechnung nicht wie gewöhnlich nach einem Monat, sondern über einen längeren Zeitraum. Dafür allerdings fallen bei gebührenpflichtigen genauso wie bei kostenlosen Kreditkarten Sollzinsen an.

Kreditkarten bieten zahlreiche Vorteile

Wer die möglichen Zusatzgebühren geschickt umschifft, der ist mit einer kostenlosen Kreditkarte immer bestens aufgestellt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die meisten Modelle eine Vielzahl an Zusatzleistungen bieten. Das beginnt schon bei Boni für die Beantragung, die teilweise bei bis zu 100 Euro liegen. Andere Vorteile umfassen etwa Rabatte bei Partnern, Cashback beim Einkäufen im Internet oder Versicherungsleistungen. Die vielen Vorteile zeigen deutlich, dass es sich auf alle Fälle lohnt, eine kostenlose Kreditkarte im Geldbeutel zu haben. Ob als Ergänzung zur girocard oder als einzige Zahlungskarte – das bleibt jedem selbst überlassen.