Startet die Apple-Kreditkarte heute?

23.06.2019

Apple könnte heute die eigene Mastercard-Kreditkarte vorstellen. Ein Indiz: Goldman Sachs-CEO David Solomon soll an dem "Apple Special Event" teilnehmen.

Apple Pay Card dank Mastercard & Goldman Sachs

"Apple Pay Card": So soll der iPhone-Bauer seine eigene Kreditkarte wohl nennen, wenn man den aktuellen Berichten glaubt. Demnach soll Apple die Mastercard wohl schon heute ab 18 Uhr (MEZ) vorstellen. Ein Indiz dafür: Goldman Sachs-CEO David Solomon soll wohl an dem sogenannten "Apple Special Event" teilnehmen.

Die neue Kreditkarte soll neben dem Apple-Logo noch weitere Vorteile für Inhaber bieten. Beim Einsatz der Mastercard von Goldman Sachs sollen Kunden jeweils Cashback erhalten. Kaufen Nutzer sogar Apple-Produkte oder -Services, soll der Bonus größer ausfallen.

+++ UPDATE (6/2019): Tausende Apple Store-Mitarbeiter testen Apple Card +++

Inzwischen testen wohl zehntausende Apple Store-Mitarbeiter die Apple Card. Bis zuletzt hieß es, dass nur wenige hochrangige Mitarbeiter von Apple und Goldman Sachs die Karte ausprobieren würden. Der offizielle Start diesen Sommer in den USA dürfte somit also immer näher rücken. Wann genau die Apple Card in Deutschland verfügbar sein wird, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

+++ Update-Ende +++

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Schon seit einiger Zeit gibt es Gerüchte, dass Apple über eine eigene Kreditkarte nachdenkt. Nun scheinen diese Pläne in die Tat umgesetzt zu werden. Apple setzt dabei wie beschrieben auf eine Kooperation mit Goldman Sachs. Dabei war diese US-Bank im Endkundengeschäft bislang aber nur im vermögenden Sektor aktiv. Berichten zufolge soll die Apple-Kreditkarte vorerst nur in den USA verfügbar sein. Eine Expansion in andere Märkte ist allerdings nicht ausgeschlossen.

Viele große Medien berichten

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Wie ernst die Entwicklungen rund um die Apple-Kreditkarte sind, zeigt ein Blick auf die Pressemedien. Denn diese berichten neuerdings darüber, dass Apple noch in diesem Jahr auf den Zahlungsmarkt vordringen könnte. Das stets sehr gut informierte und renommierte Wallstreet Journal hatte zuerst über die neue Apple-Kreditkarte berichtet. Andere Medien haben die Informationen seitdem bestätigt. Man kann davon ausgehen, dass die Apple-Kreditkarte kein Hirngespinst bleiben wird, sondern schon sehr bald auf den Markt kommt. Apple Pay kommt bei den Nutzern bislang bereits sehr gut an. Eine dazugehörige Kreditkarte könnte die Sache für viele Apple-Nutzer noch einmal attraktiver machen.

Wie fortgeschritten die Planung rund um eine Apple-Kreditkarte bereits ist, zeigt sich auch daran, wie viele Details schon bekannt sind. Laut dem Wall Street Journal soll die Mastercard vor allem zahlungskräftige Kunden ansprechen. Apple sol dabei besonders auf eine tiefere iPhone-Integration und Sonderfunktionen sowie ein Bonusprogramm bauen. Damit verdeutlicht der Konzern noch einmal, dass das Zahlungssystem einzig im eigenen Ökosystem funktionieren soll. Genauso wie Apple Pay wird man wohl auch die Apple-Kreditkarte ausschließlich in Verbindung mit einem iPhone nutzen können. Wer keins besitzt, kann also auch nicht auf Apple Pay (Card) setzen.

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Mit der tieferen Integration in das Apple-Ökosystem sollen Kreditkarten-Zahlungen übersichtlicher zu überblicken und zu verwalten sein. Dafür sollen iPhone-Nutzer unter anderem mobil eine Obergrenze für Ausgaben festlegen können. Auch der Saldo kann verwaltet und zwischenzeitlich ausgeglichen werden, ohne dass viel Aufwand entstehen würde. Gerade hier möchte Apple punkten. Denn der Tech-Konzern aus dem Silicon Valley überzeugt Kunden seit jeher damit, dass mit einem iPhone vieles einfacher ist als bei der Konkurrenz. Einige Apps von Banken sind teilweise recht kompliziert. Außerdem bieten ein paar Anwendungen limitierte Möglichkeiten zur Kontoverwaltung am Smartphone. Dies könnte sich mit der Apple-Kreditkarte ändern und ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz werden. Dies muss sich allerdings erst einmal zeigen.

Neue Funktionen und Bonussystem

Die Apple-Kreditkarte könnte in vielerlei Hinsicht dazu führen, dass Kunden es in Zukunft einfacher haben. Apple setzt hierbei konkret auf technische Innovation, die große Stärke des Konzerns. In Deutschland eine weniger relevante, in den USA aber umso wichtigere Funktion, könnte dabei der Abbau von Schulden sein. Apple setzt bereits bei der Apple Watch und anderen Diensten auf eine Ring-Visualisierung. Diese bringt einen besseren Überblick und soll Nutzer dazu anspornen, eine bestimmte Tätigkeit durchzuführen. Dasselbe wäre im System der Apple-Kreditkarte möglich. Denn in den USA zahlen Verbraucher ihre Karten-Abrechnung teilweise erst Monate nach der jeweiligen Zahlung.

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Für einen potenziell zukünftigen Einsatz der Apple-Kreditkarte in Deutschland könnte ein Bonusprogramm für viele Verbraucher interessanter sein. Hier geht Apple einen wohl eher klassischen Weg. Dieser orientiert sich besonders in den USA an den stark verbreiteten Vielflieger- und Cashback-Kreditkarten. Geplant ist bei der Apple-Kreditkarte voraussichtlich ein Bonusprogramm, bei dem Kunden bei bestimmten Einkäufen eine Rückerstattung erhalten. Ob diese in Form von Punkten oder im Sinne einer echten Rückerstattung (Cashback) funktionieren soll, ist bislang nicht bekannt.

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Nach ersten Berichten zum Bonusprogramm der Apple-Kreditkarte plant Apple scheinbar allerdings eine gesonderte Incentivierung von Käufen im eigenen Ökosystem. Die Rede ist dabei davon, dass es eine höhere Rückerstattung für Zahlungen bei Apple selbst geben soll. Wer beispielsweise ein neues iPhone oder ein iPad kauft, dürfte sich bei der Zahlung mit der Apple-Kreditkarte über einen besonders hohen Bonus freuen. Dieselbe Logik wird voraussichtlich auch bei Käufen im Software-Bereich gelten. Nutzer würden bei der Zahlung mit der Apple-Kreditkarte mehr profitieren, wenn sie beispielsweise im Apple Store einkaufen. Dadurch bleiben die Nutzer in den Systemen von Apple und der Konzern verdient durch die Incentivierung am Ende sogar doppelt.

Kostenlose Apple-Kreditkarte in Deutschland unwahrscheinlich

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Es scheint zwar möglich, dass für die Apple-Kreditkarte in den USA keine Gebühr anfällt. Vom Unternehmen selbst gubt es dazu bislang wie gewohnt keine Äußerung. Es könnte also durchaus sein, dass Apple für die Nutzung der Karte eine Gebühr erhebt. Gleichzeitig ist aktuell noch unklar, ob Apple eine Expansion in andere Märkte geplant hat. Seit dem Start von Apple Pay hat es beispielsweise viele Jahre gedauert, bis der Zahlungsdienst auch in Deutschland verfügbar war.

Damit aber noch nicht genug: Es erscheint zudem denkbar unwahrscheinlich, dass Apple seine Kreditkarte hierzulande als kostenlose Kreditkarte anbieten wird. Bringt die Karte Vorzüge gegenüber Konkurrenten und ein Bonusprogramm, wird Apple wohl eher auf eine kostenpflichtige Premium-Kreditkarte setzen. Zwar kann man in dieser Hinsicht nur spekulieren. Allzu große Hoffnungen sollte man sich allerdings nicht machen. Zweifelsfrei ist es dennoch spannend, einen Blick in die USA zu werfen und abzuwarten, ob die Apple-Kreditkarte dort zu einem Erfolg wird.

Bildquellen:

goldenes Apple-Logo: pixabay.com | Tatutati
rote Karte: pixabay.com | janjf93
Mobile Payment: MSLGroup Germany GmbH/Mastercard
Frau mit MacBook und Kreditkarte: picjumbo.com - Viktor Hanacek
Flugzeug: Kurt Kleemann | Dreamstime.com
Apple-Geräte: pexels.com - Gabriel Freytez
Mann mit Apfel-Logo: pixabay.com | mohamed_hassan

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