Verschwindet die Unterschrift bei Kreditkarten?

10.05.2018
Verschwindet die Unterschrift bei Kreditkarten?

Der Markt für Kreditkarten entwickelt sich jedes Jahr weiter und die Zahlung könnte bald sogar noch einfacher werden. Fällt die Pflicht zur Unterschrift weg?

Wer mit einer Kreditkarte im Einzelhandel bezahlt, muss sich gemeinhin verifizieren. Das gilt nicht, wenn eine Zahlung per NFC durchgeführt wird (neuerdings zumindest bei Visa-Kreditkarten sogar bis zu 50 Euro pro Transaktion). Sofern eine Karte oder ein Terminal nicht über NFC verfügt oder ein Verbraucher diese Technologie nicht nutzen möchte, dauert es dagegen etwas länger bei der Zahlung. Das liegt daran, dass entweder eine Unterschrift oder die Eingabe einer PIN notwendig ist, um zu verifizieren, dass man auch selbst diese Zahlung tätigt. Doch dieser Schritt könnte bald wegfallen, zumindest teilweise.

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American Express, Visa und Mastercard wollen Unterschrift abschaffen

Die vier größten Kreditkartenkonzerne der westlichen Welt, American Express, Discover, Visa und Mastercard planen einen großen Schritt: Die vier Kartenriesen möchten das Kriterium der Unterschrift für die Zahlung mit einer Karte komplett abschaffen. Wer eine Transaktion bislang mit einer Unterschrift verifiziert, kann darauf in Zukunft möglicherweise verzichten. Das gilt nicht nur für Zahlungen bis 50 Euro, sondern voraussichtlich sogar generell. Die Kartenkonzerne sehen darin eine große Vereinfachung, die Zahlungen mit einer Kreditkarte schneller und komfortabler machen soll. Ohne das Kriterium der Unterschrift kann eine Zahlung mit einer Kreditkarte bis zu zehn Sekunden weniger lang dauern. Bei tausenden Zahlungen am Tag ist das ein enormer Unterschied.

Dass die vier großen Kartenkonzerne über eine Abschaffung nachdenken, hat natürlich auch einen anderen Grund: Die Kartenriesen sehen die Unterschrift nicht mehr als relevanten Aspekt der Sicherheit an. Zahlreiche Einzelhändler haben bereits beklagt, dass die Unterschrift zur Prüfung einer rechtmäßigen Zahlung nahezu wertlos ist. In zweifelhaften Fällen bliebt es schwierig, nachzuweisen, ob eine Unterschrift echt ist oder nicht. Somit kann sowieso kaum oder häufig sogar gar nicht nachgewiesen werden, ob der Kunde wirklich bezahlt oder nicht. Sofern die Unterschrift aber wirkungslos bleibt, kann man sie auch weglassen – gerade deshalb scheinen die US-Kartenkonzerne diesen großen Schritt gehen zu wollen.

Dabei ist allerdings relevant, dass die Änderungen vorerst nur für den US-Markt gelten sollen und auch hier die Händler die Oberhand behalten. Die Kartenkonzerne können einzig und allein die technische Notwendigkeit einer Unterschrift streichen und nicht die Händler dazu zwingen, diese Verifizierung zukünftig nicht mehr zu nutzen. Die Händler in den USA können entsprechend auch in Zukunft entscheiden, eine Unterschrift zur Verifizierung zu verlangen. Dadurch können sie auch auf Nummer sicher gehen und haben im Falle einer Nachforschung durch einen Kartenkonzern zumindest etwas in der Hand. Bislang ist dahingehend unklar, wie viele Händler eine Abschaffung tatsächlich in Betracht ziehen. Einige US-Großkonzerne wie Walmart stehen einer Abschaffung allerdings positiv gegenüber und haben die Unterschrift als Verifizierungskriterium bereits vor Monaten als „sinnlos“ beschrieben.

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Verifizierung bei deutschen Kreditkarten meist mit PIN

In Deutschland wäre eine ähnliche Abschaffung voraussichtlich deutlich weniger relevant. Das liegt daran, dass die meisten kostenlosen Kreditkarten genauso wie die meisten Premium-Kreditkarten auch keine Verifizierung mit Unterschrift verlangen, sondern stattdessen eine mit PIN. Während in den USA bei nahezu jeder Kreditkarte bei Zahlungen im Einzelhandel die Unterschrift zur Verifizierung herangezogen wird, ist in Deutschland und generell in Europa die Verifizierung per PIN die Regel. Das gilt hierzulande selbst für Zahlungen mit Kreditkarten von American Express, genauso auch für Mastercard und Visa. Discover spielt in Deutschland generell keine Rolle.

Dennoch gibt es auch in Deutschland Ausnahmen. Besonders nennenswert ist hier Barclaycard. Der Kartenherausgeber von bekannten kostenlosen Kreditkarten wie der Barclaycard New Visa setzt auf ein sogenanntes „Signature First“-System. Das heißt konkret: Im Normalfall wird bei der Verifizierung eine Unterschrift verlangt und keine Eingabe einer PIN. Verbraucher müssen die PIN entsprechend nur für Abhebungen an Geldautomaten nutzen oder immer dann, wenn ein Kartenterminal keine Zahlung per Unterschrift zulässt, sondern zwingend die Eingabe einer PIN fordert. Wirklich drumherum, sich die PIN zu merken, kommt man also auch mit einer Krediktarte von Barclaycard nicht.

Fraglich erscheint allerdings, wie lange Barclaycard noch auf dieses System setzen wird. In Europa ist die Verifizierung mit PIN bereits heute deutlich führend und wird in den nächsten Jahren vermutlich noch signifikant relevanter. Mit einer großen Wahrscheinlichkeit werden in wenigen Jahren alle Karten aus dem Kreditkartenvergleich nur noch eine Verifizierung per PIN und per NFC zulassen. Zumal diese Technologien auch bereits wieder vor der Ablösung stehen, denn neue technische Entwicklungen sollen schon in wenigen Jahren die Verifizierung über ganz andere Möglichkeiten zulassen: Etwa einen Iris-Scan oder den Scan des Fingerabdrucks.

Zahlung per NFC ist auf dem schnellen Vormarsch

In Deutschland und auch weltweit wird die Verifizierung per PIN oder Unterschrift allerdings generell immer weniger wichtig. Immer mehr Zahlungen werden kontaktlos abgewickelt. Dabei müssen Sie Ihre Kreditkarte mit NFC-Chip nur nah an das Lesegerät halten, die Zahlung wird dann automatisch und ohne Verifizierung abgewickelt. Das spart nicht nur viel Zeit, sondern hat sich auch als äußerst sicher herausgestellt. Anfängliche Zweifel über die Sicherheit von dieser Art der Zahlung per Kreditkarte haben sich als unberechtigt herausgestellt. Das liegt auch daran, dass zwischendurch routinemäßig dennoch die Eingabe von einer PIN zur Verifizierung notwendig ist. Somit wird Missbrauch sehr unwahrscheinlich.

Die Zahlung per NFC wird derweil auch immer weiter ausgeweitet. Mittlerweile gibt es nicht nur deutlich mehr Akzeptanzstellen, auch die Höhe der möglichen Zahlungen steigt an. Bei Visa-Kreditkarten ist bereits heute eine Zahlung von bis zu 50 Euro ohne Eingabe einer PIN möglich, zuvor waren es nur 25 Euro. Diese Schwelle gilt aktuell auch noch bei anderen Kartenanbietern, wobei die nächste Veränderung sicherlich bereits bevorstehet. Mittelfristig könnten alle kleineren Zahlungen per NFC abgewickelt werden, was im täglichen Einsatz einer Kreditkarte sehr viel Zeit und damit auch Geld für Kunden und Händler sparen könnte. Nicht umsonst arbeiten die Kreditkartenkonzerne mit Hochdruck daran, die Technologie weiterzuentwickeln.

Bei all diesem technologischen Fortschritt im Bereich der Zahlungssicherheit und Zahlungsabwicklung sollte nicht überraschen, dass die Verifizierung per Unterschrift immer häufiger hinfällig ist. Als die ersten Zahlungen mit Kreditkarte abgewickelt wurden, gab es nur die Unterschrift zur Verifizierung. Keine hundert Jahre später könnte diese Art der Zahlungsabwicklung verschwunden sein.