Worauf kommt es bei einer Kreditkarte an?

24.04.2018
Worauf kommt es bei einer Kreditkarte an?

Kreditkarten sind kein simples Produkt. Deshalb sollte man bei der Wahl der Kreditkarte auf einige Aspekte achten. Doch welche sind die wichtigsten?

Wer eine Kreditkarte beantragt, sollte nicht blind auf den Kreditkartenvergleich klicken und das erstbeste Angebot wählen. Das klingt im ersten Moment nach der einfachsten Entscheidung, ist allerdings in den seltensten Fällen wirklich klug. Wie bei der Wahl eines Hauskredits sollte man ein wenig Zeit investieren, um ein gutes und für sich passendes Angebot ausfindig zu machen.

Bei Kreditkarten gilt dabei besonders: Ein allgemein gutes Angebot, ist nicht zwingend auch für einen selbst ein gutes Angebot.

Es kommt bei einer passenden Kreditkarte auf viele verschiedene Aspekte an, die allen voran auch mit dem ganz persönlichen Ausgabeverhalten zu tun haben.

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Welche Kreditkarte ist die richtige?

Zu Beginn stellt sich immer die Frage, welche Art von Kreditkarte überhaupt ideal ist. Es gibt in Deutschland im Prinzip drei Arten von Kreditkarten:

  • Charge-Kreditkarten
  • Revolving-Kreditkarten
  • Prepaid-Kreditkarten

Bei den ersten beiden Varianten handelt es sich sozusagen um „richtige“ Kreditkarten. Das heißt, dass es hier einen Kreditrahmen gibt.

Bei Prepaid-Kreditkarten handelt es sich um eine besondere Art, die mit einem Kredit eigentlich nichts zu tun hat. Sie bezahlen stattdessen einen bestimmten Betrag auf die Karte ein und können diesen danach ausgeben, etwa im Einzelhandel oder auch im Internet. Dabei gibt es allerdings einige Einschränkungen. In diesem Ratgeber möchten wir uns deshalb auf Revolving- und Charge-Kreditkarten konzentrieren, denn auf diese werden Sie bei einer Suche nach einer kostenlosen Kreditkarte oder auch einer Premium-Kreditkarte mit großer Wahrscheinlichkeit hauptsächlich stoßen.

Bei Charge-Kreditkarten (hier gibt es wiederum zwei Varianten) handelt es sich um die eigentlich typische Kreditkarten-Art in Deutschland. Die Kartenabrechnung erfolgt immer einmal im Monat per Abbuchung vom hinterlegten Girokonto. Davor werden alle Umsätze auf dem Kreditkartenkonto gesammelt – dadurch gewinnt man finanziellen Spielraum. Teilweise gibt es allerdings auch Charge-Kreditkarten, bei denen die Abbuchung immer tagesaktuell vom Girokonto erfolgt, etwa bei der N26 Mastercard. Diese unechten Charge-Kreditkarten funktionieren also eher wie eine Girokarte. Darüber hinaus gibt es teilweise auch Karten mit einer verzögerten Abrechnung, bei denen zwischen Zeitpunkt der Zahlung und endgültiger Abbuchung bis zu 60 Tage liegen können.

Sogenannte Revolving-Kreditkarten sind im Prinzip das Idealmodell einer Kreditkarte nach US-Vorbild. Gleichzeitig ist von diesem Typ von Karte eher abzuraten, da die Gefahren durch die Zinsbelastung sehr hoch sind. Konkret funktionieren die Karten wie folgt: Die monatliche Abrechnung wird nur zu einem bestimmten Mindestanteil vom Girokonto abgebucht (Rate), der Rest des Betrages geht in einen sehr hoch verzinsten (meist über 10 Prozent) Kredit über, den Sie langfristig abstottern. Alternativ können Sie die Abrechnung zinsfrei per Überweisung ausgleichen. Das Revolving-System ist zum Beispiel bei der 1plus Visa Card oder Gebührenfrei Mastercard Gold die Regel.

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In Deutschland gibt es zudem einige Hybrid-Modelle, bei denen sowohl ein Charge-System mit monatlicher Abbuchung der Gesamtsumme als auch ein Revolving-System möglich ist. Das gilt zum Beispiel für die Deutschland-Kreditkarte oder die Barclaycard New Visa.

Wie wichtig sind Bargeld und Reisen?

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl einer Kreditkarte sind die Relevanz von Bargeld und Reisen. Beim Bargeldbezug gibt es rund um Kreditkarten enorme Unterschiede. Die meisten Karten von Filialbanken bieten keinerlei kostenfreie Bargeldabhebungen – weder im In- noch im Ausland. Bei einigen kostenlosen Kreditkarten von Direktbanken dürfen Sie sich dagegen auf begrenzt kostenlose Abhebungen freuen. Mit der Barclaycard New Visa heben Sie zum Beispiel innerhalb der Euro-Zone, auch in Deutschland, komplett gebührenfrei Geld ab. Mit der ICS Visa World Card ist dies außerhalb von Deutschland kostenfrei möglich.

Dazu kommen Kombinationsmodelle von Banken wie der DKB oder der ING-DiBa. Wenn Sie sich dort für ein Girokonto entscheiden, erhalten Sie eine kostenfreie Visa-Kreditkarte. Mit dieser können Sie an jedem Geldautomaten in Deutschland und sogar weltweit kostenlos Bargeld abheben. Auch wenn Sie nicht viel unterwegs sind, kann dies ein entscheidender Vorteil sein. Mit Girokarten sind kostenfreie Abhebungen fast immer nur an Automaten der eigenen Bank beziehungsweise des entsprechenden Bankenverbunds möglich. Je nachdem, bei welcher Bank Sie eine Girokarte haben, sind das oft nur 5 bis 20 Prozent aller Automaten in Deutschland. Mit einer Kreditkarte einer Direktbank sind Sie entsprechend deutlich besser aufgestellt.

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Wenn Sie viel verreisen, sollten Sie darüber hinaus auch auf das sogenannte Fremdwährungsentgelt achten. Dieses fällt bei allen Transaktionen an, die in einer anderen Währung als dem Euro abgerechnet werden. Wenn Sie also zum Beispiel bei einem Online-Shop in den USA einkaufen oder nach New York reisen, bezahlen Sie in US-Dollar. In diesem Fall fällt die Fremdwährungsgebühr für Zahlungen mit einer Kreditkarte an. Bei fast allen Anbietern in Deutschland liegt diese bei 1,5 bis 2 Prozent. Das ist an sich nicht allzu viel, kann sich bei relevanten Ausgaben im Ausland allerdings erhöhen. Schon bei umgerechnet 1.000 Euro Umsatz in Fremdwährungen sprechen wir von 15 bis 20 Euro Gebühren. Umgehen kann man diese durch die Wahl einer Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr, zum Beispiel der Santander 1plus Visa Kreditkarte.

Zusatzleistungen im Blick behalten

Sinnvoll kann es unter Umständen zudem sein, auf eine Kreditkarte mit Zusatzleistungen zu setzen. Möglicherweise war Ihnen noch gar nicht bekannt, dass viele Kreditkarten solche bieten. Außer der Möglichkeit zu bezahlen, profitieren Sie bei vielen Kreditkarten von weitergehenden Vorzügen. Zu nennen sind hier im Besonderen Versicherungsleistungen. Sogar unter den kostenlosen Kreditkarten gibt es mit der Gebührenfrei Mastercard Gold eine Karte, die umfangreiche und relevante Versicherungen wie eine Auslandsreisekranken-Versicherung und eine Reiserücktrittskosten-Versicherung bietet. Noch besser sind dahingehend verschiedene Premium-Kreditkarten wie die American Express Gold Card oder das Platinum Double von Barclaycard.

Doch neben Versicherungen gibt es auch andere relevante Zusatzleistungen. Interessant ist zum Beispiel auch der Tankrabatt der 1plus Visa Card. Durch einen Rabatt von einem Prozent können Sie im Jahr einige Euro sparen, wenn Sie regelmäßig mit der Karte an der Tankstelle bezahlen. Sie merken bereits: Es kommt bei Kreditkarten immer auch auf die Details an. Achten Sie bei der Wahl der richtigen Karte also allen voran auf die Dinge, die für Sie wichtig sind. In unserem Kreditkartenvergleichen werden Ihnen alle Vor- und Nachteile übersichtlich angezeigt.